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Software AG legt deutlich zu

15.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Software AG hat ihren Jahresgewinn 2004 gegenüber dem Vorjahr von 7,1 Millionen auf 77,2 Millionen oder 2,83 Euro je Aktie gesteigert. Der Darmstädter XML-Spezialist profitierte dabei vom Verkauf seiner SAP-SI-Beteiligung an die SAP mit einem außerordentlichen Ertrag von 24,5 Millionen Euro. Der Umsatz des zweitgrößten deutschen Softwareherstellers sank dagegen von 420 Millionen auf 411,4 Millionen Euro. Diese Summe schließt allerdings negative Wechselkurseffekte in Höhe von 10,6 Millionen Euro ein. Diese ausgeklammert wären die Erlöse um zwei Millionen Euro oder 0,5 Prozent gestiegen. Der Produktumsatz wurde auf dieser Basis um vier Prozent auf 296,8 Millionen Euro gesteigert. Wesentlich dazu beigetragen hat ein Zuwachs des Lizenzumsatzes von elf Prozent. Beide Business Lines konnten ihre Umsätze steigern: Enterprise Transaction Systems wuchs währungsbereinigt um 14 Prozent, XML Business Integration währungsbereinigt um zwei Prozent. Die Umsätze mit Projektdienstleistungen gingen dagegen um acht Prozent auf 112,8 Millionen Euro zurück.

Im laufenden Jahr rechnet die SAG mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum zwischen vier und sechs Prozent. Die operative Gewinnmarge wird auf 20 bis 22 Prozent geschätzt. Um ihr Produktportfolio zu erweitern, wollen die Darmstädter zudem weitere strategische Akquisitionen beziehungsweise Partnerschaften ins Auge fassen. Mit der im Februar abgeschlossenen Akquisition der israelischen Sabratec Ltd. (Computerwoche.de berichtete) habe man bereits den Bereich Legacy-Modernization und Integration um ein strategisches Technologieangebot erweitert, so das Unternehmen. (mb)