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Software AG kann finanziell zulegen

20.04.2000
Neue Tochter in den USA gegründet

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Darmstädter Software AG hat sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2000 eigenen Angaben zufolge in allen Bereichen verbessern können. Erfreut zeigte sich der Anbieter von Systemsoftware mit Schwerpunkt XML (Extensible Markup Language) über den Verlauf des Quartals. Der Umsatz konnte um 17 Prozent von 157,5 Millionen Mark im Vorjahreszeitraum auf fast 185 Millionen Mark gesteigert werden. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis vor Steuern um 27 Prozent auf nunmehr 27 Millionen Mark. Das Lizenzgeschäft wuchs nach Angaben der Darmstädter von 46,5 Millionen auf knapp 55 Millionen Mark, während mit Dienstleistungen 71,6 Millionen Mark umgesetzt wurden. Dies bedeutet eine Steigerung von 36 Prozent. Weitere Einzelheiten zum Geschäftsverlauf sollen noch im April bekannt gegeben werden.

Zusätzliches Wachstum verspricht sich das Unternehmen vom US-Markt, der künftig von einer Tochtergesellschaft mit Sitz in Kalifornien beliefert wird. Im Mittelpunkt steht dabei der XML-basierte Informations-Server "Tamino". Erst Anfang April hatte das Unternehmen eine Vertriebspartnerschaft mit der US-Firma Treehouse Software geschlossen. Zum CEO der Software AG Inc. ist Helmut Wilke ernannt worden. Mit der Software AG Americas (Saga) hatte die Firma bereits 1972 ihre erste Vertriebstochter in den USA eröffnet. Im Februar 1997 erfolgte ein Management-Buyout. Seitdem ist das Unternehmen als Saga Software selbstständig, leistet allerdings weiterhin den Support für die amerikanischen "Adabas"-Anwender.