Software AG erweitert ihr SOA-Portfolio mit Webmethods 7.1

11.09.2007
Mit Webmethods 7.1 kombiniert die Software AG Produkte für Service-orientierte Architekturen (SOA), Business Process Management (BPM) und Legacy-Modernisierung.

Nach der Übernahme des Konkurrenten Webmethods und der Veröffentlichung einer Roadmap für die unterschiedlichen Produktlinien bewirbt die Software AG das neue Release "Webmethods 7.1" als ersten großen Meilenstein. Neben den Integrations- und BPM-Produkten von Webmethods geht darin die vormals unter dem Markennamen "Crossvision" angebotene SOA-Suite auf. Die Darmstädter entschieden sich für diesen Schritt, weil Webmethods vor allem im wichtigen US-amerikanischen Markt als etablierte Marke gilt.

Im Vergleich zur Vorgängerversion Webmethods 7.0 bietet das aktuelle Release unter anderem zusätzliche Funktionen für das Business-Process-Management. Das Modul "Webmethods BPMS" erlaube es Unternehmen, Prozesse komplett zu simulieren, versprach Peter Kürpick, als Chief Product Officer verantwortlich für das Webmethods-Geschäft. Auf Basis von geschätzten, zufälligen oder historischen Geschäftsdaten könnten Benutzer die Leistungsfähigkeit von Geschäftsprozessen oder Veränderungen testen und bewerten. Das System offeriere zudem aufgabenbezogene Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators, KPIs), die mit gängigen Methoden für das Qualitäts-Management wie beispielsweise Six Sigma konform seien. Neu sind auch Kalenderfunktionen und die Integration von Microsoft Outlook und Lotus Notes.

Vorstandsmitglied Peter Kürpick warb für das neue Flaggschiffprodukt der Software AG.
Vorstandsmitglied Peter Kürpick warb für das neue Flaggschiffprodukt der Software AG.

Als Integrationsplattform für SOA und B2B positioniert die Software AG den Enterprise Service Bus "Webmethods ESB". Das System unterstützt eine ganze Reihe gängiger Web-Services- und Java-Standards, darunter SOAP 1.2, MTOM/XOP, JMS, WS-Security und WS-I. Neu in der Software-Suite ist das Modul "Webmethods Optmize for B2B." Dabei handelt es sich um eine Software für das Business Activity Monitoring (BAM). Die Leistung von Prozessen lasse sich damit in Echtzeit überwachen und analysieren, so der Hersteller.

Doch das soll noch nicht alles sein. Die Software AG will künftig auch andere Teile ihres SOA-Stacks mit BAM-Funktionen aufwerten. So ließen sich nicht nur Geschäftsprozesse sondern beispielsweise auch Datenbanken oder Composite Applications damit kontrollieren, erläuterte Kürpick. Mit klassischen System-Management-Tools wie "Patrol" von BMC wolle man zwar nicht konkurrieren. Doch die BAM-Funktionen ermöglichten es Unternehmen, einen "vertikalen Schnitt" von den Geschäftsprozessen in die darunter liegende Infrastruktur zu machen und so beispielsweise Probleme schneller zu erkennen.

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