Leichter Gewinnanstieg

Software AG bestätigt vorläufige Quartalszahlen

27.10.2011
Die Software AG hat im dritten Quartal ihren Überschuss dank der Ergebniswende im Beratungsgeschäft und der geringeren Zinslast leicht gesteigert.
Karl-Heinz Streibich, CEO Software AG: "Unsere Software ist antizyklisch."
Karl-Heinz Streibich, CEO Software AG: "Unsere Software ist antizyklisch."
Foto: Software AG

Unterm Strich erhöhte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal von 45,6 auf 46,6 Millionen Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zudem bekräftigten die Darmstädter die Jahresprognose. Wegen der Ausrichtung auf margenstarke Projekte rechnet die Software AG für das Gesamtjahr mit einer Steigerung der EBIT-Marge um etwa 2 Prozentpunkte auf 26 Prozent. Andererseits erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum von währungsbereinigt 2 bis 5 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern wird um 10 bis 15 Prozent über dem Vorjahreswert von 175,6 Mio. Euro liegen.

Unternehmenschef Karl-Heinz Streibich begründetet die hohen Erwartungen mit der Krisenresistenz von Integrationssoftware. "Unsere Software ist antizyklisch, weil sie Unternehmen hilft, ihre Kosten zu optimieren", sagte Streibich am Donnerstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Sie wird auch in einer Krise stark nachgefragt." Für das nächste Jahr stellt er für diese Sparte, die unter dem Namen BPE firmiert, prozentual zweistelliges Wachstum in Aussicht.

Die Integrationssoftware BPE war im dritten Quartal Wachstumstreiber. Das soll auch so bleiben. Als wichtigste Märkte für den Hoffnungsträger, der den steten Umsatzrückgang mit der Großrechnersoftware ausgleicht, sieht Streibich Deutschland und die USA. "In beiden Ländern haben wir gutes Wachstum erzielt und in Brasilien befinden wir uns in der Anfahrtphase."

Mit der Beratungssparte IDS Scheer Consulting haben die Darmstädter die Ergebniswende geschafft. Ein Grund lag laut Streibich im straffen Management. "Außerdem haben wir verlustbringende Projekte weggelassen", sagte Streibich. Ziel sei nicht, einfach den Umsatz hochzuhalten. In dieser Sparte sieht er Wachstumsaussichten bei der Beratung bei SAP-Projekten von bis zu fünf Prozent.

Die Nettoverschuldung will Streibich weiter senken. In den zwölf Monaten zum Ende September schrumpfte der Schuldenberg von 250 auf 143 Millionen Euro. "Wir haben aber kein quantitatives Ziel. Wenn wir ein lohnendes Übernahmeziel für 20 bis 60 Millionen Euro sehen, dann machen wir das." (dpa/mb)

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