Kurspflege

Software AG beschließt Aktienrückkaufprogramm

08.02.2013
Die Software AG reagiert auf den massiven Kurssturz ihrer Aktien Ende Januar.
Karl-Heinz Streibich, CEO der Software AG
Karl-Heinz Streibich, CEO der Software AG
Foto: Software AG

Das Unternehmen habe den Kauf eigener Aktien für bis 180 Millionen Euro bis Jahresende beschlossen, teilte Deutschlands zweitgrößter Softwareanbieter am Donnerstagabend mit. Am 29. Januar hatten die Titel nach enttäuschten Erwartungen von Anlegern fast ein Fünftel ihres Wertes verloren und sich bisher nicht wieder von diesem Schlag erholt.

Anleger zeigten sich einer ersten Reaktion hoch erfreut: Der Kurs der Software-AG-Titel legte im außerbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um knapp vier Prozent zu. Ein Händler sagte: "Ein Aktienrückkauf wirkt über den steigenden Gewinn je Aktie positiv auf den Kurs."

Begründet wurde die Entscheidung damit, dass das derzeitige Zinsniveau keine attraktive Rendite ermögliche und zudem unter der Dividendenrendite der Software AG liege. Der Barmittelbestand habe per Ende 2012 bei 316 Millionen Euro gelegen. Zudem sei das derzeitige Kursniveau unerwartet niedrig und für Käufe attraktiv. Deshalb sei der Beschluss auch erst jetzt kurzfristig gefasst worden und vor dem 29. Januar 2013 nicht geplant gewesen. Bisher hat das Unternehmen für die Verwendung der freien Barmittel außer der Kapitalanlage keine anderen Pläne.

Die Maßnahme steigert wegen der geringeren Zahl an ausstehenden Aktien das Ergebnis je Anteilschein (EPS). Dieses kann sich bei voller Ausübung des Aktienrückkaufprogramms bis Ende 2013 den Angaben zufolge um bis zu 13 Euro-Cent erhöhen. Auswirkungen auf die Dividendenpolitik oder die Übernahmestrategie habe die Entscheidung aber nicht. (dpa/tc)

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