ERP-Anbieter in Nöten

Softmatic beantragt Insolvenzverfahren

01.03.2002

MÜNCHEN (CW) - Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hat die Softmatic AG Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der ERP-Hersteller aus Norderstedt bei Hamburg verzeichnete im vergangenen Jahr massive Umsatzeinbußen und erlitt höhere Verluste als im Vorjahr. Laut Vorstandschef Karl-Heinz Claes ist Softmatic nicht mehr in der Lage, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu bezahlen. Gespräche mit Investoren hätten bislang zu keinem Ergebnis geführt. Über die Höhe der Schulden machte Claes keine Angaben, es soll sich seinen Worten nach aber um "nicht unerhebliche Beträge" handeln. Die im Mai vergangenen Jahres übernommene Tochtergesellschaft Systec, die die Rechte an der nach wie vor verbreiteten betriebswirtschaftlichen Standardsoftware "Comet" hält, ist nach den Worten von Claes zunächst nicht von dem Insolvenzantrag betroffen. (sp)