US-lnstallationen des Vertragspartners Itel liefern Grundstock:

Softlab exportiert Programm-Erzeuger

17.11.1978

MÜNCHEN (de) - Die Münchener Softlab GmbH, nach eigenem Verständnis mehr OEM-Software-Produzent als DV-Beratungs-Unternehmen, will endlich bei PET/X1150 ans große Geld kommen: Die Itel Corp. wird die dedizierte "Programm-Erzeugungsmaschine" unter dem Namen Maestro exklusiv auf dem außereuropäischen, vor allem dem US-Markt vertreiben. "Mit 1200 Programmierplatz-Installationen in Europa haben wir den Break-even-point erreicht", erklärte dazu ein Softlab-Sprecher in München, "jetzt hoffen wir auf ein Hochschnellen der Verkaufserlöse."

Obwohl es für die deutsche Softwareindustrie nicht leicht sei, auf dem US-Markt Fuß zu fassen, rechnen sich die PET-Projekt-Ingenieure "gute Chancen" aus: Die Itel Corp. sieht nach entsprechenden Erhebungen in den USA und Kanada ein Potential von rund 150 000 bis 200 000 Programmierer-Arbeitsplätzen, wobei bis 1982 die 1500 bis 2000 dann bestehenden Itel-AS-Installationen einen soliden Grundstock bilden sollen. Prophezeit Bob Cabaniss, Vize-Präsident der Data Products Group von Itel selbstsicher: "Wir streben in diesem Software-Teilmarkt eine führende Rolle an." 20 Prozent reichten dafür.