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Social-Networks erleichtern Identitätsschwindel

13.08.2007
Von pte pte
Unvorsichtiger Umgang mit persönlichen Daten auf Social-Network-Seiten im Internet kann Betrügern das Stehlen von Identitäten erleichtern. Internetuser unterschätzen oft die Bedeutung von Informationen wie Geburtsdatum, Beruf oder Familienstand und veröffentlichen sie gutgläubig auf Seiten wie MySpace oder Facebook.

"In einer Zeit, in der Information und Identität die neue Währung für Kriminelle sind, sind Social-Networking-Seiten eine Goldmine für Betrüger, die Daten veruntreuen", erklärt David Porter vom Informations- und Nachrichtenberatungsunternehmen Detica gegenüber der Zeitung "The Independent". Sogar die harmlosesten Informationen über ein Unternehmen, seine Mitarbeiter und die tägliche Routine könnten zum Verhängnis werden. Die Gefahr für Privatpersonen besteht unter anderem darin, dass manche Informationen, die leichtfertig veröffentlicht werden, dazu verwendet werden können, um Konten auf den Namen dieser Person einzurichten. Außerdem wird die Wahrscheinlichkeit, ein Passwort zu knacken, höher, wenn typische Informationen, wie beispielsweise der Mädchenname der Mutter, bekannt sind. In Großbritannien sind allein im letzten Jahr 80.000 Menschen Opfer eines Identitätsbetruges geworden. Dies verursachte einen Schaden von 1,5 Milliarden Pfund für Einzelpersonen oder Banken.

Banken reagieren auf die neue Gefahr nun mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Die britische Bank Barclays liefert nun PIN-Geräte aus, die Internetuser zu Hause verwenden können. Aber nicht nur Einzelpersonen sollten in Zukunft besser auf den Umgang mit ihren persönlichen Daten achten, sondern auch Behörden und große Unternehmen, die ebenfalls im Visier von Betrügern sind. (pte)