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SOAP wird immer populärer

29.05.2001
Die Gnome-Firma Ximian schlägt mit einer offenen Implementierung des Microsoft-Standards Simple Object Access Protocol eine Brücke zwischen Linux und .NET.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Simple Object Access Protocol (SOAP) bahnt sich seinen Weg auch in die Open-Source-Szene: Die von Gnome-Initiator Miguel de Icaza gegründete Softwareschmiede Ximian hat in der vergangenen Woche eine offene Implementierung des Protokolls namens SOUP (geschrieben in C) veröffentlicht. Diese soll mit dem Gnome-Interface integriert werden. Damit werden laut de Icaza Linux-Anwendungen in die Lage versetzt, an Web-Services wie Microsofts .NET teilzunehmen. Das freut auch David Turner, Lead Program Manager für .NET in Redmond. "Während der Hype-Krieg um Windows versus Linux andauert, gibt es auch Leute, die beides nutzen", so der Microsoft-Mann.

Microsoft, das SOAP ursprünglich entwickelt hatte (Computerwoche online berichtete), hat unterdessen zwei Erweiterungen des Standards angekündigt. Das SOAP Routing Protocol (SOAP RP) regelt die Weiterleitung von Messages durch andere Anwendungen ohne Nutzung von HTTP (Hypertext Transfer Protocol). Die DIME-Erweiterungen (Direct Internet Message Encapsulation) sollen den Transport komplexerer Datentypen via SOAP effizienter machen, indem sie als Parameter lediglich Payload-Typ, Länge sowie optional eine Payload-Kennung übergeben.