Kommentar von Carsten Linz, SAP

SOA - "Von Kundenverwirrung kann keine Rede sein"

27.08.2009
Oliver Häußler arbeitet als freier Journalist und Moderator in der IT- und Telekommunikationsbranche. Seine journalistischen, wirtschaftlichen und technischen Erfahrungen sammelte der Kommunikationswissenschaftler während seiner über 20 Jahre langen Tätigkeit als Chefredakteur von renommierten Fachzeitschriften wie der Funkschau, FunkschauHandel, NetworkWorld und als Moderator von Kongressen, Webcasts und zahlreichen Podiumsdiskussionen.
Anzeige  Während die einen über das bevorstehende Ende von Service-Orientierten Architekturen spekulieren, kritisieren andere speziell die SOA-Strategie von SAP als "Abgesang" auf Enterprise SOA. Carsten Linz, Global Head of SOA Adoption Program und Senior Vice President bei SAP, kommentiert diese Diskussionen.
Carsten Linz, Global Head of SOA Adoption Program und Senior Vice President bei SAP.
Carsten Linz, Global Head of SOA Adoption Program und Senior Vice President bei SAP.

Zunächst möchte ich deutlich machen, dass von der in Medienberichten kolportierten Verwirrung auf Kundenseite keine Rede sein kann. Ganz im Gegenteil lautet das Feedback aus Kundengesprächen regelmäßig, dass der von uns eingeschlagene Weg einer Verbindung von Prozess- und Applikationskompetenz mit Flexibilität und Offenheit verstanden wird. Gerade deshalb umfasst unsere Strategie sowohl die Lieferung von standardisierten Prozessen, also "Best Practices" und "Best Insights" durch die SAP Business Suite und Software von SAP Business Objects, als auch selbst erstellte "Own Practices".

Dort, wo früher die kundenspezifische Entwicklung anfing, lautet die Lösung heute "Build Your Own Practice": Der Kunde wird in die Lage versetzt, selbst seine differenzierenden Geschäftsprozesse zu bauen und bis zu 100 Prozent eines Gesamtgeschäftsprozesses abzudecken. Hierdurch kann er sich mit einem deutlichen Plus an Prozessflexibilität und besserer Integration von seinen Mitbewerbern abheben. Unsere Kunden greifen auf das SAP Business Process Platform-Lösungsangebot zurück - bestehend aus Inhalten (Content), Werkzeugen (Tooling), und Professional/Support Services. Maßstab dabei ist es, auf Basis unserer anerkannten Prozessexpertise unsere Kunden bei der so genannten Prozess-Orchestrierung bestmöglich zu unterstützen.

SAP-Kunden können eine SOA-fähige Applikation mit beliebigen Content-Bausteinen erweitern, weil die Schnittstellen dafür auf herstellerunabhängigen Standards beruhen. Darüber hinaus - und hier liegt der Unterschied von SAP zu anderen SOA-Anbietern - ist es ihnen auch möglich, bereits semantisch angereicherten Content zu nutzen.

Hierbei handelt es sich um die schon vordefinierten mehr als 2.800 Enterprise-Services unserer SAP Business Suite, die die gebräuchlichsten Geschäftsprozessschritte unterstützen. Dank der durchgängigen Semantik lassen sich die Enterprise-Services zu Geschäftsprozessen modellieren. Auf diese Weise verringert sich auch der individuell auf Projektbasis zu erbringende Aufwand bei der Implementierung einer eigenen Practice-Lösung in typischerweise heterogenen und hybriden IT-Landschaften.

Inhalt dieses Artikels