Effizientere Prozesse durch wiederverwendbare Dienste

SOA macht die IT flexibel

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Anzeige  Um schnell auf neue Anforderungen und ein sich veränderbares Marktumfeld reagieren zu können, müssen Unternehmen ihre Prozesse agiler und flexibler gestalten. Die Service-orientierte Architektur (SOA) bietet dafür einen effizienten Lösungsansatz. Das war ein wichtiges Ergebnis der vom Marktforscher IDC veranstalteten "SOA Conference 2008". Doch nach wie vor gibt es erheblichen Informationsbedarf in Bezug auf die praktische Umsetzung eines SOA-Konzeptes.

Die IDC-Studie "SOA Adoption in Western Europe: An End-User Perspective" bestätigt, dass SOA für viele Unternehmen, deren IT-Infrastrukturen noch eher anwendungs- als prozessorientiert sind, der bevorzugte Ansatz bei neuen IT-Projekten ist. Demnach scheint SOA inzwischen die Kinderkrankheiten überwunden zu haben und sich in den IT-Abteilungen wie auch in den Geschäftsbereichen zu etablieren. Drei Viertel der Befragten gaben an, derzeit ein SOA-Projekt zu entwickeln oder ein solches demnächst zu planen. Hingegen gab nur ein Viertel der befragten Unternehmen eine Ablehnung des SOA-Konzeptes zu erkennen.

Dem Thema SOA widmete sich am 25. September auch IDCs "SOA Conference 2008" mit dem Motto "SOA meets BPM". Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications bei IDC, erläuterte in seiner Keynote die aktuelle Marktentwicklung und die verschiedenen Vorgehensmodelle zur Einführung einer SOA. "Die durch SOA gewonnene Flexibilität kann zukünftig in eine optimierte Unterstützung von bestehenden und neu zu definierenden Geschäftsprozessen eingesetzt werden", so das Fazit von Rüdiger Spies.

Insbesondere bei den Lösungen, die die Vorteile einer SOA nutzen, herrscht häufig Uneinigkeit in den Unternehmen. Nach einhelliger Meinung von Analysten und IT-Experten ist es vor allem entscheidend, die möglichen Optionen abzuwägen und die richtigen Schwerpunkte in Bezug auf einen weiteren Ausbau des SOA-Konzeptes zu setzen. Dazu und zu weiteren Aspekten rund um das Thema SOA bot die Fachkonferenz den teilnehmenden IT- und Prozessentscheidern aus Unternehmen wichtige Informationen - insbesondere zur Verbindung zwischen SOA und Business Process Management (BPM). Darüber hinaus wurden auf der Konferenz eine Vielzahl von Fragen erörtert: Für welche Unternehmen ist SOA wirklich relevant? Auf welchen Standards baut man eine SOA auf? Wie wichtig sind Business und IT Alignment? Welches Modell zur Einführung eines SOA-Konzeptes ist das richtige?