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SOA-Anwendungsentwicklung wird standardisiert

23.03.2007
Die Open SOA-Initiative legt die Entwürfe für seine SCA- und SDO-Spezifikationen in die Hände von Oasis.

Die Entwürfe der Spezifikationen Service Component Architecture (SCA) und Service Data Objects (SDO) sind abgeschlossen und sollen nun den Standardisierungsprozess durchlaufen. Eingereicht wurden sie von den 18 Mitgliedern der Open SOA-Initiative, darunter BEA, IBM, Iona, Oracle, Red Hat, SAP, Software AG, Sun und Tibco. Die Organisation will auf diesem Weg die Schaffung von Industriestandards in Bezug auf Service-orientierte Architekturen forcieren. Das Ziel ist es, Anwendern Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie flexibel zusammensetzbare Programmkomponenten bauen können. Die Spezifikationen definieren eine Methode, nach der sich die Dienste unabhängig von der Programmiersprache und Bereitstellungsplattform miteinander koppeln lassen.

Die SCA-Spezifikation soll die Entwicklung und Kopplung von Services vereinfachen und ist damit eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Anwendungsentwicklung nach dem SOA-Paradigma. Die ebenfalls fertig gestellte Definition der SDO-Spezifikation regelt den einheitlichen Zugriff auf Daten unabhängig von deren Aufbewahrungsort und Format. Die Verantwortung für die weiteren Arbeiten im Java-Bereich soll jetzt an den Java Community Process übergehen, während die Non-Java-Arbeiten (C++) Oasis übernimmt. Entwürfe zu den Spezifikationen und Whitepaper sind auf der herstellerunabhängigen Website www.osoa.org erhältlich, die auch ein Forum für Anregungen und Meinungen bietet.

"Wir freuen uns darauf, die Standardisierung der SCA-Spezifikationen zu unterstützen und deren Verbreitung in den Unternehmen durch Aufklärung und Hilfestellung bei der Implementierung so weit wie möglich zu fördern", erklärt Patrick Gannon, President und CEO bei Oasis. Matt Quinn, Vice President Product Strategy bei Tibco, ergänzt: "Mit der Übergabe der SCA-Spezifikationen an Oasis sind wir unserem Ziel, die SOA-Entwicklung unabhängig von Herstellern und Technologien wie Java, .NET und BPEL zu vereinfachen, ein gutes Stück näher gekommen." (ue)