Videoconferencing im Staatsdienst

So wollen die Bürokraten sparen

23.08.2010 | von Stefan  Mutschler
Staaten und Behörden stehen weltweit unter Druck, ihre Strukturen zu reformieren, um ihre öffentlichen Dienste kostengünstiger zu erbringen. Videokonferenzen können helfen, Redundanzen und Doppelarbeit zu vermeiden.

Eine halbe Milliarde Euro liegen für "intelligente" IKT-Projekte im Topf. Laut Beschluss der Bundesregierung vom letzten Jahr soll die Bundesverwaltung mit diesem Betrag bis 2011 sicherer, umweltfreundlicher und bürgernäher gestaltet werden. Immerhin 90 Millionen Euro sind dabei für den Punkt "umweltfreundlicher" veranschlagt, zu dessen Zielen der flächendeckende Einsatz moderner Videokonferenztechnik gehört. Videoconferencing statt Reisen lautet die Devise - und damit Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Die geringere Umweltbelastung gilt, neben eingesparten Reisekosten, als traditionelles Schlüsselargument für Videoconferencing, und zahlreiche Studien haben es immer wieder eindrucksvoll bestätigt. Wird die Bundesregierung damit zum Katalysator für eine Technik die sich in den letzten Jahren ohnehin ausgebreitet hat?

Die "Segnung" ihrer Technik durch die öffentliche Hand passt den Herstellern gut in den Aufwärtstrend. Zudem könnte vom Engagement der Bundesregierung eine Signalwirkung auch auf andere Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen rund um den Globus ausgehen und den Markt noch weiter ankurbeln. Großmächte wie USA, Russland und China betreiben seit längerem viele Videoconferencing-Projekte - mit der konsequenten Einbettung in eine umfassende und nachhaltige Strategie sieht sich die Bundesregierung indes weltweit als Vorreiter.

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