Sieben Tipps für Führungskräfte

So wird Ihre Gehaltsverhandlung ein Erfolg

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT.

Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Wer will das nicht: mehr Geld auf dem Gehaltskonto. Doch nur wer verhandelt, verdient auch mehr. Wie Sie die Sache richtig angehen, verraten Ihnen die folgenden Tipps.
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Personalberater wissen, dass Mitarbeiter, die regelmäßig über ihr Gehalt verhandeln, zehn bis fünfzig Prozent mehr verdienen als vergleichbare Kollegen. Mit Leistung hat das erst einmal nichts zu tun. Reden Sie also über Ihre Leistungen und Erfolge und sagen Sie, was Sie unentbehrlich macht. Wir haben sieben Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen bei der Gehaltsverhandlung helfen sollen:

Tipp 1: Information geht vor

Erst recherchieren, welche Spanne in Ihrem Bereich aktuell gilt - dann um einen Termin für die Gehaltsverhandlung bitten. Nur so sind Sie richtig vorbereitet.

Tipp 2: Niemals mit der Tür ins Haus fallen

Kündigen Sie das Gespräch als Gespräch über Leistungen und Erfolge an und planen Sie eine Stunde ein.

Tipp 3: Setzen Sie sich Gehaltsziele

Ein Kernziel, ein Idealziel und ein Rückzugsziel. Wenn Sie nicht weiterkommen, vertagen Sie die Verhandlung.

Tipp 4: Auch Komfort und Zeit sind Gehaltsbestandteile

Es lohnt sich also auch, über Arbeitszeiten und mehr Zeit im Home-Office zu verhandeln. Weitere Gehaltsbestandteile sind Laptop, Smartphone oder der Firmenwagen.

Tipp 5: Führen Sie Buch

Erstellen Sie ein Erfolgsjournal, in dem Sie Ihre Erfolge möglichst faktenorientiert aufbereiten. Dies sollten Sie permanent tun, denn erfahrungsgemäß vergessen Sie schnell, was Sie geleistet haben.

Tipp 6: Auftreten ist die halbe Miete

Üben Sie eine selbstsichere Haltung und Ausstrahlung, die keinen Zweifel daran aufkommen lässt, dass Sie das Geld auch wert sind. Wer Unsicherheit ausstrahlt, hat schlechte Karten.

Tipp 7: An den anderen denken

Denken Sie immer an den Gewinn und Nutzen des anderen. Stellen Sie diesen bei der Verhandlung in den Vordergrund und drücken Sie immer aus, was Ihr Verhandlungspartner davon hat, wenn er sie besser bezahlt. Im Zweifel ist das eben auch die Tatsache, dass Sie den Job überhaupt (weiter) machen. (oe)

Quelle: www.svenja-hofert.de

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