Damit Ihre Kunden kaufen

So wird Ihr Online-Shop attraktiver

Wolfgang Emmer arbeitet bei Evernine.
Die wenigsten Online-Shop-Besucher kaufen etwas. Empfehlungen in Social Media, ein Angebotscountdown oder andere Features können Kunden zum Einkaufen verlocken. Hier einige Tipps.

Online-Shops investieren viel, um Besucher auf ihre Webseiten zu lotsen. Doch nur die wenigsten Besucher kaufen auch wirklich etwas.

Es gibt verschiedene Arten von Besuchern, deren Präferenzen Shop-Betreiber genau kennen sollten: Besucher, die ohne eine konkrete Kaufabsicht einfach nur Shops durchstöbern wollen, User, die Produkte vergleichen oder Käufer, die nach einem hippen Trendprodukt suchen. Jede Zielgruppe muss anders angesprochen werden.

Channel Partner zeigt Online Shop-Betreibern in Anlehnung an das Münchner Technologie-Unternehmen "trbo", wie sie ihren Web-Auftritt attraktiver gestalten und das User Engagement steigern.

Umso einfacher der Kaufvorgang, umso mehr Kunden bleiben auf Ihrer Seite.
Umso einfacher der Kaufvorgang, umso mehr Kunden bleiben auf Ihrer Seite.
Foto: Beboy - Fotolia.com

Empfehlungen in Social Media

Ein hübsches T-Shirt, ein neues Notebook oder eine exquisite Geschenkidee für den Geburtstag. Was Freunde empfehlen, das ist immer etwas Besonderes. Den Mehrwert von Empfehlungen können Sie auch in Ihren Shop einbauen.

Share-Buttons auf der Seite sind eine hervorragende Möglichkeit, Produktempfehlungen zu ermöglichen. Auf Facebook, Pinterest und Weiterempfehlungsmöglichkeiten per Email sollten Sie daher keinesfalls verzichten. Nicht nur einzelne Produkte lassen sich so verbreiten. Mit den richtigen Plugins können User sogar ganze Warenkörbe teilen und machen so für Ihre Produkte Werbung.

Last-Minute Schnäppchen anbieten

Viele Nutzer lieben es einfach nur, Online-Shops zu durchstöbern, ohne ein spezielles Produkt in Aussicht zu haben. Gestalten Sie Ihre Angebote attraktiver. Niemand lässt sich gerne ein Schnäppchen entgehen. Ein Countdown für zeitlich begrenzte Angebote oder die Anzeige von (nur) noch wenigen verfügbaren Artikeln sind laut trbo eine hervorragende Möglichkeit, den "Haben-wollen"-Reflex bei potentiellen Käufern auszulösen.

Vor allem in der Reisebranche beliebt: Hinweise darauf, wie viele andere Nutzer bereits Interesse an einem Produkt haben, machen Ihre Angebote interessanter. Für welche Methode Sie sich letztendlich entscheiden, hängt in erster Linie vom Produktsortiment ab.

Bestseller hervorheben

Heben Sie die Produkte hervor, die sich gut verkaufen. So sehen Shop-Besucher gleich, was im Trend liegt und für was andere gerne Geld ausgeben. Für viele ist das auch ein Qualitätsindikator. Erfolgreiche Internet-Verkaufshäuser wie Amazon zeigen bereits kategoriespezifische Bestseller an.

Für ein besseres Product Engagement können Sie dem Kunden passende Artikel zu seinen ausgewählten Produkten anbieten. Das können Speicherkarten und Objektive für Kameras oder Accessoires zu Kleidungsstücken sein. Solche Inspirationen laden laut trbo zum Stöbern ein und erhöhen häufig den Warenkorbwert.

Darüber hinaus sollten Sie das Wissen einsetzen, das Sie über Ihre Shop-Besucher besitzen. Präsentieren Sie potentiellen Kunden relevante oder ähnliche Produkte, die sie sich kürzlich auf Ihrer Seite angesehen haben. Umso vertrauter ein Produkt ist, umso weniger wird der Käufer zögern.

Rabatte überzeugen

Rabattaktionen funktionieren nicht nur im stationären Handel. Mit Rabatten sprechen Sie vor allem die Kunden an, die normalerweise mit ihrem Kauf noch zögern und sich nicht entscheiden können. Dafür sollten Sie genau analysieren, bei welchen Produkten die Besucher den Bestellvorgang abbrechen.

Ein Gutscheincode-Feld im Warenkorb allein ist allerdings riskant, da Sie die Gefahr erhöhen, Nutzer auf der Suche nach einem passenden Code im Web zu verlieren.

Es gibt verschiedene Rabattvarianten. Geben Sie beispielsweise Ihren Shop-Besuchern Rabatte, wenn ein bestimmter Warenkorbwert erreicht ist oder werben Sie mit Aktionen mit dem Kauf-3-Zahl-2-Prinzip.

Der Mix macht es

Entscheidend ist, ob ein Online-Händler ein bestimmtes Zahlungsverfahren anbietet oder nicht, wie eine Studie des ECC Köln und der Hochschule Aschaffenburg zeigt. Kunden schätzen vor allem PayPal, Amazon-Payments und das Bezahlen auf Rechnung. Diese Artensollten Sie unbedingt anbieten.

Umso mehr Zahlungsmethoden Sie abdecken, umso besser. Wie wichtig der richtige Zahlungsmix für Online-Shops ist, zeigt auch die Konsumentenperspektive: Nur knapp acht Prozent der Befragten Konsumenten würden ohne Probleme auf ein alternatives Zahlungsverfahren ausweichen, sollte ihr Lieblingszahlverfahren nicht angeboten werden.

PayPal und Amazon Payments sind ganz vorne mit dabei. Quelle: ECC Köln
PayPal und Amazon Payments sind ganz vorne mit dabei. Quelle: ECC Köln

Online-Shops sollten deshalb flexibel sein, was ihr Angebot an Zahlungsalternativen betrifft. (rw)