Beraterhonorare im Vergleich

So viel darf ein Consultant kosten

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Dass erfahrene Consultants im Vergleich zu Newbies oft das Drei- oder Vierfache an Honoraren einstreichen, ist bekannt. Doch welche Tagessätze sind eigentlich für wen "normal"?
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Dass IT-Fachkräfte knapper werden, ist nicht neu. Doch zu einer explosionsartigen Erhöhung der Tagessätze von externen Consultants hat der Mangel bislang nicht geführt. Trotzdem ist es für IT-Chefs wichtig, größtmögliche Transparenz über die üblichen Honorare im IT-Markt zu haben. Die Analysten von Pierre Audoin Consul-tants (PAC) sind mit ihrer "Preisdatenbank IT-Services 2011/12" in der Lage, entsprechende Benchmark-Daten zur Verfügung zu stellen. Sie haben der Computerwoche und ihren Lesern einen Einblick in ihren Daten-Pool gewährt.

380 Euro für den Juniorberater

Ein junger Berater mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung bezieht demnach durchschnittlich einen Tagessatz von 380 Euro. Dieser Wert liegt um 60 Prozent unter dem, was Berater über alle Hierarchie-Levels hinweg im statistischen Mittel verdienen. Rund ein Drittel aller in IT-Projekten involvierten Berater gehören zur Gruppe der "Junior Consultants". Sie werden eingebunden, um die Projektkosten im Rahmen zu halten und Wissen aufzubauen.

Einen deutlichen "Know-how-Sprung" konzediert PAC dem nächsthöheren Level der "Consultants". Vertreter dieser Kategorie haben zwei bis drei Jahre Berufserfahrung und stellen mit 45 Prozent die größte Gruppe innerhalb eines Projektteams. Der durchschnittliche Tagessatz liegt hier bereits bei 670 Euro.

Die nächste Hierarchiestufe bilden die "Senior Consultants" (drei bis fünf Jahre Berufserfahrung), die im Schnitt 970 Euro pro Tag verlangen. Vertreter dieser Gruppe stellen nur 15 Prozent eines durchschnittlichen Projektteams. Die Einkommenslücke gegenüber dem darüberliegenden Level des "Managers" ist nicht besonders groß: Dort pendelt sich der Tagessatz bei 1140 Euro ein. Manager bilden mit etwa fünf Prozent eine absolute Minderheit in Projektteams und bieten vom Know-how her meist nicht viel mehr als Senior Consultants.

Geschafft hat es in der Consulting-Szene, wer als "Senior Manager" mit mindestens achtjähriger Berufserfahrung auftreten kann: In dieser Position sind Tagessätze von 1620 Euro die Regel, gegenüber dem Gesamtdurchschnitt im IT-Beratungsmarkt entspricht das einem Plus von 70 Prozent. Von Senior Managern erwarten die Kunden viel Know-how und Effizienz.

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