Kurzer Praxistest

So tickt das Palm Pre

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Die COMPUTERWOCHE hatte auf einem Pressetermin Zeit für einen kurzen Praxistest des iPhone-Rivalen Palm Pre. Hier die Eindrücke vom neuen Palm-Smartphone.

Nur wenige Unternehmen haben wie Palm die Möglichkeit, Abstand von früheren Produkten zu gewinnen und noch einmal (fast) von vorne anzufangen. Mit dem Palm Pre und dem neuen Betriebssystem WebOS hat der vor langer Zeit einmal wegweisende PDA-Pionier nun das Zeug, sich mit den Innovationsführern im Smartphone-Markt Apple und Google zu messen.

Obwohl kaum abzustreiten ist, dass Palm vom Rivalen Apple neben früheren Mitarbeitern (einschließlich des iPod-Erfinders und jetzigen Palm-CEO Jon Rubinstein) auch einige Ideen abgestaubt hat, haben die Neuentwicklungen durchaus etwas Eigenständiges. Bei der Hardware sind das insbesondere die ergonomische, fast organische Form oder die Dockingstation (Touchstone), die das Akku via Induktion auflädt. Positiv fällt auf, dass das Palm Pre deutlich kleiner als das Apple iPhone ist. So verfügt es zwar wie das Kult-Handy über einen kapazitiven Touchscreen mit der Auflösung von 480 mal 320 Pixel, verwendet jedoch mit 3,1 Zoll Bildschirmdiagonale ein etwas kleineres Display als sein Rivale (3,5 Zoll). Die Handhabung erleichtert zudem eine herausschiebbare Volltastatur, wenngleich Druckpunkt und Größe der Tasten nicht auf dem neuesten Stand sind. Immerhin sind alle Bestandteile einer Web-Adresse (einschließlich Punkt) in der Tastatur als primäre Tasten angelegt - ein Detail, das man etwa bei Nokias Topmodell N97 vermisst.