Der iPad-Rivale im Test

So schlägt sich das BlackBerry Playbook in der Praxis

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Mit dem Blackberry Playbook startet Research in Motion (RIM) den Versuch, dem Siegeszug von iPad (und iPhone) im Business Einhalt zu gebieten. Wir haben dem Tablet mit 7-Zoll-Display auf den Zahn gefühlt.

Nach dem bahnbrechenden Erfolg von iPad und iPad 2 hat auch der Hersteller RIM mit dem Blackberry Playbook ein Tablet herausgebracht - zumindest in Nordamerika, wo das 7-Zoll-Gerät seit Ende April verfügbar ist. Um aus dem breiten Angebot an Tablets hervorzustechen - seit Jahresbeginn wurden zirka 80 Devices von mehr oder weniger bekannten Herstellern vorgestellt, haben die Kanadier dabei weder Kosten noch Mühen gescheut: Die Vorderseite des Flachmanns ist etwa voll verglast, wobei den besonders hoch auflösende Touchscreen (1024 mal 600 Pixel) von einem schwarzen, ebenfalls berührungsempfindlichen Rahmen umgiebt. Dieser ist Teil des Bedienkonzepts: Wischt man von unten nach oben, verkleinert das Playbook die aktuelle Anwendung und zeigt das Hauptmenü an. Ein Wisch in die andere Richtung - von oben nach unten - klappt das Konfigurationsmenü der jeweiligen Anwendung herunter, sofern vorhanden. Die Rückseite des Playbooks ziert dagegen eine griffige Gummibeschichtung.

Der Bildschirm selbst ist in drei Bereiche unterteilt: Oben befindet sich die Statusleiste, in der beispielsweise Uhrzeit, Batterieladung und eingehende E-Mails angezeigt werden. In der Mitte werden die verkleinerten Ansichten der gestarteten Apps angezeigt . Darunter sind die Menüs zu finden, diese teilen sich in Alle, Spiele, Medien, Favoriten und BlackBerry Bridge auf. Allgemein ist zu beachten, dass man das Playbook - zumindest nach Vorstellung von RIM - hauptsächlich quer hält, anders als etwa das Galaxy Tab oder das iPad / iPad 2.