Bundesliga im TV

So schauen Sie am billigsten Fußball

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Die Sommerferien sind fast vorbei und damit ist wieder Bundesliga-Zeit. Nur wie schaut der Fan den Kickern am günstigsten zu?
Bundesliga: Per Sky oder Telekom und DSL - der Zuschauer hat dieses Jahr die Wahl.
Bundesliga: Per Sky oder Telekom und DSL - der Zuschauer hat dieses Jahr die Wahl.
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Seit der Deutsche Fußballverband die Bundesliga auf Gewinnmaximierung getrimmt hat, stellt sich für die Fußballfans alle Jahre wieder die gleiche Frage: Wie schauen Sie am günstigsten den Balltretern aus der Ferne zu?

Für Sparbrötchen ist diese Frage schnell beantwortet: Sie gehen in eine der zahlreichen Sportsbars, oder weichen auf eines der rechtlich fragwürdigen Streaming-Angebote (etwa aus China) im Internet aus. Wer dagegen mit ruhigem Gewissen in den heimischen Vierwänden Fußball sehen will hat dieses Jahr zwei Möglichkeiten: Entweder er nutzt das Angebot des Premiere-Nachfolgers Sky, oder er setzt auf die Internet-Übertragung via DSL, wie sie die Telekom mit "T-Home Entertain" anbietet. Nach Vergleichen des Online-Portals teltarif.de zahlt er dabei für das günstigste Fußball-Angebot der Telekom knapp 15 Euro. Beim Pay-TV-Sender Sky kostet das günstigste Paket laut teltarif dagegen 32,90 Euro pro Monat.

Auf den ersten Blick erscheint damit das Telekom-Angebot unschlagbar günstig. Allerdings hat die Sache eine Haken: Der Fußball-Fan muss entweder in einem VDSL-Gebiet wohnen oder aber zumindest einen DSL-Anschluss haben, der mit Bandbreiten von mindesten 10 Mbit/s aufwartet. Hinzu kommt, dass noch ein Entertain-Paket benötigt, das mit 44,95 Euro pro Monat das Konto belastet. Allerdings erhält er für diesen Preis Telefon- und Internet-Anschluss sowie eine Doppel-Flatrate. Kann dagegen Sky per Satellit empfangen werden und ein günstiges DSL-Angebot der Telekom-Konkurrenten genutzt werden, dann ist eventuell die Pay-TV-Variante unter dem Strich die billigere Lösung.

Doch egal für welche Version sich der Fußball-Fan auch entscheidet, auf eines sollte er laut teltarif vor einem Wechsel achten: Bestehen bei Altverträgen noch Mindestlaufzeiten oder lange Kündigungsfristen, so dass er nicht aus dem Vertrag kommt? Wer hier nicht aufpasst zahlt hinterher eventuell doppelt.

Eine Alternative - zumindest in preislicher Hinsicht - ist die Fußballberichterstattung per Handy-TV, die rund fünf Euro im Monat kostet. Sowohl T-Mobile als auch Vodafone haben für die aktuelle Saison entsprechende Angebote im Programm. Technisch betrachtet, werden die Spiele als Videostream per UMTS übertragen, denn das Handy-Fernsehen per DVB-H erwies sich hierzulande bislang als Flop.