Fritzbox-Tutorial

So richten Sie den AVM-Router ein

Roland Freist, Jahrgang 1962, studierte in München Kommunikationswissenschaft und arbeitete danach als Redakteur bei IT-Fachverlagen. Seit 1999 ist er selbstständig und schreibt Artikel zu Windows, Android, Anwendungen, Netzwerken, Security und Internet. Im professionellen Umfeld bearbeitet er Themen rund Storage, Cloud-Computing und Virtualisierung.
Die Fritzbox bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten und ist trotzdem ganz einfach zu bedienen. In diesen Ratgeber führen wir Sie durch die ersten Schritte bei der Inbetriebnahme des Geräts.

Die Fritzbox ist der beliebteste Router Deutschlands. Die verschiedenen Modelle kamen bei der letzten Datenerhebung im Jahr 2010 auf einen Marktanteil von 68 Prozent. Doch kaum jemand nutzt die Möglichkeiten der Geräte wirklich aus. Denn die flachen Flundern von AVM können weit mehr als nur den heimischen Rechner mit dem Internet zu verbinden. Sie lassen sich unter anderem auch als Zugangspunkt für ein WLAN, einen WLAN-Repeater, als Basis für DECT-Telefone, VPN-Server, DHCP-Server, Medienserver fürs LAN und als Printserver nutzen. Nicht vergessen sollte man zudem, dass die Fritzbox auch eine Telefonanlage und ein DSL-Modem bereitstellt.


Kaufentscheidung: So finden Sie das richtige Modell

Seit der Vorstellung der ersten Fritzbox auf der Cebit 2004 ist das Gerät ständig weiterentwickelt worden, was sich in Dutzenden von verschiedenen Modellen niederschlug. Traditionell vertreibt AVM immer mehrere Produktgenerationen parallel. Hinzu kommen die leicht abgewandelten OEM-Ausführungen etwa von der Telekom und 1&1. Für die Artikel in diesem Plus-Teil wurde die Fritzbox 7390 als Referenz gewählt, da dies das aktuell am weitesten verbreitete Modell ist. Die meisten der beschriebenen Funktionen finden sich auch in den Menüs der anderen, halbwegs aktuellen Boxen. Auf den erweiterten Funktionsumfang des aktuellen Spitzenmodells, der 7490, wird in den Artikeln von Fall zu Fall verwiesen.

Internetzugriff per LTE

In Regionen ohne schnelle DSL-Anbindung bildet die LTE-Technik eine attraktive Alternative. Der Mobilfunkstandard sieht Download-Raten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbps) vor, im Upload bis 75 Mbps. Provider wie die Telekom oder Vodafone haben ihre Netze bereits aufgerüstet und bieten entsprechende Tarife an.

Für den Internetzugriff über LTE ist ein spezielles Modem erforderlich, AVM hat es in Form der Fritzbox- Serie 68xx LTE im Programm. Das neueste Modell ist die Fritzbox 6842 LTE, die die Frequenzen von 800 MHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz unterstützt und damit zu allen aktuellen Standards kompatibel ist. Alternativ dazu können Sie die LTE-Technik an einer vorhandenen Fritzbox über ein externes Modem nutzen, der Anschluss geschieht in diesem Fall über LAN 1. Die Provider haben zudem LTESurfsticks für den USB-Anschluss im Programm. Sie können einen solchen Stick direkt am USBAnschluss der Fritzbox betreiben. Tests haben allerdings gezeigt, dass dadurch die maximale Download- Geschwindigkeit von Netz und Stick deutlich gedrosselt wird.