Kontaktbörse CeBIT

So nutzen Freiberufler Messen

Hertbert Ecker ist Senior Key Account Manager bei dem Personaldienstleister Solcom.
Auf der fachlichen Ebene können Messen für Freiberufler sinnvoll sein, bieten sie doch viele Möglichkeiten zum Austausch unter Experten. Oder um persönliche Kontakte zu knüpfen. Wichtig ist in jedem Fall eine frühe Vorbereitung mit detaillierter Planung.

Vor großen Fachmessen wie der CeBIT kommt immer wieder die Frage auf, ob sich ein Besuch als IT-Freiberufler lohnt. Die Frage kann in fachlicher Hinsicht guten Gewissens mit einem „Ja“ beantwortet werden. Denn nirgendwo sonst können sich Freelancer in so kurzer Zeit und auf so konzentriertem Raum Eindrücke über neue Trends holen.

Auf Messen wie der CeBIT können IT-Experten sich über die neuesten Trends informieren und wertvolle Kontakte knüpfen.
Auf Messen wie der CeBIT können IT-Experten sich über die neuesten Trends informieren und wertvolle Kontakte knüpfen.
Foto: Marc-André© Hergenröder

Gerade Freiberufler sind darauf angewiesen, auf dem neuesten Stand der Technik zu sein – häufig ein sehr mühsames Unterfangen. Auf Messen, besonders auf großen wie der CeBIT, findet sich die geballte Fachkompetenz an einem Ort. Auf den Messeständen sind dann neben den Vertrieblern die Verantwortlichen aus dem Produktmanagement und der Entwicklung anzutreffen. Das wiederum bietet die Chance, mit Experten zu sprechen, mit denen man sonst schwer in Kontakt kommt.

Neben den Fachvorträgen sind diese Spezialisten meistens an ihren jeweiligen Ständen anzutreffen und stehen dort für einen Austausch unter Experten gerne bereit. Finden Sie also heraus, zu welchen Terminen die Top-Speaker in den Foren auftreten und gehen Sie dort auf diese zu.

Nicht zu schüchtern

Interessierte Freiberufler sollten auf jeden Fall beachten, dass die populären Stände zumindest gut besucht sind und echte Experten beliebte Gesprächspartner auch für andere Messebesucher sind. Mit zu viel höflicher Schüchternheit bleibt manch einer außen vor. Ein Termin im Vorfeld schafft Abhilfe. Vorausgesetzt man kann eine eigene gute Expertise vorzeigen und sich im direkten Gespräch als ebenbürtiger Experte verkaufen: Visitenkarten nicht vergessen!

Gerade bei sehr großen Messen wie der CeBIT ist es daher sinnvoll, sich thematische Schwerpunkte zu setzen. Es ist praktisch unmöglich, sich über alle Neuerungen oder Trends genau zu informieren oder auf allen interessanten Ständen Gespräche zu führen.

Daneben könnten auch Kontakte zu potenziellen Auftraggebern geknüpft werden. Hier muss der Freelancer seine Zielkunden vorab identifiziert haben, damit er zielgerichtet agieren kann.

Messearbeit fängt im Vorfeld an

Gerade für fachliche Anregungen kann sich ein Messebesuch für Freiberufler in der IT also lohnen. Entscheidend für den erfolgreichen Messebesuch ist aber die richtige Vorbereitung und das Zeitmanagement – also ein ordentlicher „Schlachtplan“. Hierzu gehört auch, dass man die Wegezeiten zur Messe sowie zwischen Messeständen und Foren plus die Pausen zur Stärkung mit berücksichtigt. Ein Messeplan und bequemes Schuhwerk sind unerlässlich!

Nicht zu unterschätzen sind nebenbei auch die Kosten zum Beispiel für die Übernachtung. Doch auch hier gibt es Möglichkeiten, diese durch frühzeitige Planung zu senken, etwa durch Übernachtungen bei Anbietern, die Zimmer privat zur Verfügung stellen.

Fazit: Nur auf Messen erhalten Freiberufler eine solche Dichte an Technologien und Geschäftspartnern: auf den Messeständen, in persönlichen Expertengesprächen, in den Foren und bei Präsentationen. Und wer durch weiterführende Kontakte eine der begehrten Karten für eine der berüchtigten Messestandsparties hat, kann nach Messeschluss Themen vertiefen. Wer dann ganz am Ende eines anstrengenden Messetages immer noch nicht genug Kontakte geknüpft hat, kann auf einer der zahlreichen After-Messeparties in Downtown weiterarbeiten. Gut wenn man dann einen Platz für die vielen Gimmicktüten bereits gefunden hat. (kf)

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