Microsoft Office Ratgeber

So migrieren Sie auf Office 2010

Wolfgang Miedl arbeitet Autor und Berater mit Schwerpunkt IT und Business. Daneben publiziert er auf der Website Sharepoint360.de regelmäßig rund um Microsoft SharePoint, Office und Social Collaboration.
Der Wechsel auf eine aktuelle Version von Microsoft Office ist nicht trivial - insbesondere wegen der seit 2007 eingeführten Ribbon-Oberfläche.
Unternehmenskunden hinken bei der Office-Modernisierung hinterher.
Unternehmenskunden hinken bei der Office-Modernisierung hinterher.

Mehr als anderthalb Jahre ist Microsofts Office 2010 inzwischen am Markt, und laut Zahlen aus Redmond zählt der Sektor der Büroanwendungen weiterhin zur großen Cash-Cow. Mit 5,25 Milliarden Dollar Umsatz im dritten Geschäftsquartal stemmt der Office-Geschäftsbereich "Business Division" fast ein Drittel des Konzerngesamtumsatzes von 16,4 Milliarden Dollar.

Office-Versionen länger als sechs Jahre im Einsatz

Doch trotz des guten Office-Geschäfts kann nicht gerade von einem Office-2010-"Durchmarsch" gesprochen werden. Gerade die wichtigen Unternehmenskunden hinken nämlich bei der Office-Modernisierung meist mehrere Versionen hinterher. Das bestätigte auch die Experton Group mit ihrer Studie zum Thema "Office der Zukunft". Demnach nutzen 60 Prozent der deutschen Unternehmen mit über 100 PC-Arbeitsplätzen eine Office-Version mindestens fünf Jahre oder länger. Zehn Prozent der Befragten setzen eine Office-Version sogar länger als sechs Jahre ein.

In Produktversionen ausgedrückt heißt das, dass immer noch eine sehr große Zahl an Anwendern mit den Office-Versionen 2003, XP oder sogar 2000 arbeitet. Laut Experton gibt es mehrere Gründe für die Zurückhaltung bei der Office-Renovierung. Zum einen scheuen viele Unternehmen den personellen und finanziellen Aufwand für die Umstellung. Des Weiteren zweifeln die Entscheider am Nutzen einer Office-Modernisierung - sowohl für das Unternehmen insgesamt wie auch für den einzelnen Mitarbeiter. Auch eingespielte Gewohnheiten spielen eine Rolle, wenn sich Arbeitsabläufe erst einmal etabliert haben. Schließlich sei IT-Verantwortlichen laut den Analysten oftmals nicht bekannt, dass sie mit Lizenzverträgen wie etwa Enterprise Agreement die Möglichkeit haben, ohne Zusatzkosten auf die jeweils aktuellste Softwaregenerationen zu wechseln.