Datenschutz im Web

So gehen Sie richtig mit Kundendaten um

Simon verantwortet als Program Manager Executive Education die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Noch wurde die EU-Cookie-Richtlinie nicht in geltendes deutsches Recht umgewandelt. Trotzdem tun Unternehmen gut daran und sind gewappnet, wenn sie sich schon jetzt an ihre Bestimmungen halten.
Datenschutz ist im Online-Business ein Muss.
Datenschutz ist im Online-Business ein Muss.
Foto: m00osfoto, Shutterstock.com

Besonders Website-Betreiber, die Daten ihrer Nutzer und Kunden erheben und verarbeiten, um diese Marketing- und CRM-Zwecken zuzuführen, kommen bei den unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen in diversen Ländern schnell in den Wald. Die Verschärfung der datenschutzrechtlichen Vorschriften durch die Umsetzung der EU-Privacy-Richtlinie (auch Cookie-Richtline genannt) in deutsches Recht steht zudem demnächst irgendwann bevor - auch wenn die Frist zur Umsetzung bereits im Mai 2011 abgelaufen ist. Wichtigste Neuerung: Das bisherige Opt-out-Verfahren für die Datenerfassung (der Nutzer muss aktiv bestätigen, dass er keine Datenerfassung wünscht) soll durch das Opt-in-Verfahren ersetzt werden (der Nutzer muss dann aktiv bestätigen, dass er eine Datenerfassung wünscht - also das Setzen eines Cookies auf seiner Festplatte selbst herbeiführen).

Peter Schaar meint, dass die EU-Cookie-Richtlinie in Deutschland bereits angewendet werden könnte.
Peter Schaar meint, dass die EU-Cookie-Richtlinie in Deutschland bereits angewendet werden könnte.
Foto: REGIERUNGonline / Denzel

Auch wenn die Umsetzung in Deutschland noch auf sich warten lässt, vertritt der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, die Auffassung, dass die EU-Richtlinie von den deutschen Datenschutzbehörden in der bestehenden Form anwendbar sind. Damit Website-Betreiber auf der sicheren Seiten und für alle Eventualitäten gewappnet sind, hat der Webanalyse-Anbeiter etracker sieben Tipps als Orientierungshilfe zusammengestellt:

Ein ordnungsgemäßer und transparenter Umgang mit Nutzerdaten sollte im Interesse eines jeden Unternehmens liegen - nicht nur aus rechtlichen Gründen. Mitarbeiter oder Dritte, die falsch mit Daten umgehen - ob auch Nachlässigkeit oder gar Vorsatz - können einem Unternehmen enormen Schaden zufügen, wenn Aufsichtsbehörden oder Wettbewerber Wind davon bekommen. Zudem ist Online-Business Vertrauenssache. Ein Anbieter, der intransparent oder gar rechtswidrig mit Kundendaten umgeht, ist nicht vertrauenswürdig. Transparenz und guter Datenschutz dagegen sind Verkaufsargumente und wichtige Bausteine für den Online-Erfolg.