Galaxy Note 7

So funktioniert Samsungs Iris-Scanner

05.08.2016
Der Iris-Scanner im Galaxy Note 7 stellt eine weitere Möglichkeit dar, sein Smartphone gegen unbefugten Zugriff abzusichern. Samsung erklärt die Technik hinter der Sperrmethode und zeigt, wie der Iris-Scanner eingesetzt werden kann.
Zusätzlich zum Fingerabdrucksensor besitzt das Samsung Galaxy Note 7 noch einen Iris-Scanner.
Zusätzlich zum Fingerabdrucksensor besitzt das Samsung Galaxy Note 7 noch einen Iris-Scanner.
Foto: Samsung

Der Fingerabdrucksensor im Galaxy Note 7 spielt in Sachen Sicherheit ab sofort nur noch die zweite Geige. Samsung betont die Vorteile des neuen Iris-Scanners sogar auf einer eigens eingerichteten Seite. Der Sensor, der aus einer eigenen Frontkamera und einer Infrarot-LED besteht, scannt zunächst die Iris des Anwenders ein. Aus diesem individuellen Muster, das bereits im Jugendalter entwickelt ist und bis zum Lebensende unverändert bleibt, erstellt das Samsung Galaxy Note 7 einen maschinell lesbaren Code. Diese Speicherung der biometrischen Daten wird verschlüsselt. Versucht ein Anwender das Smartphone zu entsperren, wird das Auge vor dem Galaxy Note 7 mit diesem gespeicherten Code abgeglichen. Bei erfolgreicher Erkennung heißt es dann "Herzlich Willkommen".

Die Kamera für den Irisscan hat eine eigene IR-LED.
Die Kamera für den Irisscan hat eine eigene IR-LED.
Foto: Samsung

Laut Samsung ist die Fehlerrate des Iris-Scanners im Vergleich mit dem Fingerabdruck deutlich geringer und die Sicherheit höher. Die Koreaner haben bei der Entwicklung auch darauf geachtet, mögliche Gesundheitsschäden durch den Infrarot-Sensor zu vermeiden. Wenn sich das Auge zu nah am Galaxy Note 7 befindet oder die Infrarotstrahlen zu lange aktiv sind, schaltet das Smartphone die Erkennung ab.

Die biometrischen Daten werden gespeichert und beim Entsperren mit den Informationen des Iris-Scanner verglichen.
Die biometrischen Daten werden gespeichert und beim Entsperren mit den Informationen des Iris-Scanner verglichen.
Foto: Samsung
Blue Box – die „Alles-Easy-Private Cloud“? - Foto: Nmedia_Fotolia.com

Blue Box – die „Alles-Easy-Private Cloud“?

Beim Samsung Galaxy Note 7 kann neben der Entsperrung des Smartphones auch ein Ordner mit Apps und Dateien über den Iris-Scanner abgesichert werden. Inhalte, die in diesen "Secure Folder" verschoben werden, sind nur sichtbar, wenn der Zugang mittels Iris-Scan oder alternativen Möglichkeiten wie PIN oder Muster geöffnet wird. Wie schnell das Samsung Galaxy Note 7 bei der Einrichtung und Verwendung des Iris-Scanners arbeiten soll, zeigt Samsung im folgenden Video.

Es bleibt abzuwarten, wie hoch der zusätzliche Nutzen des Iris-Scanners im Alltag ausfällt, schließlich muss das Galaxy Note 7 zunächst aus dem Standby aufgeweckt und über das Display gewischt werden. In dieser Zeit ist der Zugang über den Fingerabdrucksensor im Homebutton längst erledigt. Spannend wird zudem die Frage sein, ob der Sensor in schlechten Lichtverhältnissen und bei Brillenträgern besser arbeitet als etwas im Microsoft Lumia 950, dessen Iris-Scanner mit ähnlicher Technik funktioniert.

powered by AreaMobile