ICE-Hotspots:

So funktioniert das Surfen in Zügen

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
In immer mehr ICEs darf gesurft werden. In einem Blog-Eintrag erklärt die Telekom, wie die Technik funktioniert.
ICE-Hotspots: Jeder Zug hat eine feste IP-Adresse
ICE-Hotspots: Jeder Zug hat eine feste IP-Adresse
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Die Deutsche Bahn baut gemeinsam mit der Telekom das WLAN-Angebot in ICE-Zügen kontinuierlich aus. Die Bahn-Kunden der ersten Klasse dürfen seit kurzem in den Zügen kostenlos per WLAN surfen. Für Kunden der zweiten Klasse ist der Service derzeit noch kostenpflichtig. Wie das Surfen bei Tempo 200 und mehr im ICE funktioniert, erläutert die Telekom nun in einem interessanten Blog-Eintrag.

Demnach steckt in jedem Wagen eines ICE-Zuges ein Server mit Modems, die die Mobilfunksignale an zwei Multibandantennen auf dem Dach weiterleiten. "Jeder Zug hat eine feste IP-Adresse", so die Telekom. Durch den gesamten Zug seien Netzwerkkabel verlegt und in jedem Wagen seien zwei WLAN-Zugangspunkten in die Decke integriert.

Der Server entscheide dann aufgrund des unterwegs empfangenen Signals fortlaufend, welches Mobilfunknetz - LTE oder 3G - aktuell den höchsten Signalpegel hat. Auf den Strecken werde dabei hauptsächlich LTE verwendet und an Bahnhöfen UMTS. Wichtig sei bei den hohen ICE-Geschwindigkeiten eine reibungslose Übergabe zwischen den Mobilfunkzellen.

Bei langen Tunneln kann nicht der Mobilfunk verwendet werden. Hier wird eine so genannte Tunnelfunkanlage aus eine Antenne und ein Schlitzkabel besitzt. Die Antenne befindet sich außerhalb des Tunnels und sorgt für die Verbindung zum Mobilfunknetz. Das Signal wird dann über das Schlitzkabel durch den Tunnel geleitet. Bei Tunneln, die über zwei Kilometer lang sind, muss das Signal zusätzlich verstärkt werden. (PC-Welt/mb)