Enterprise Architecture Management

So finden Sie das richtige EAM-Tool

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Die Technische Universität München analysiert Stärken und Schwächen der führenden Werkzeuge für das Enterprise Architecture Management (EAM).

EAM ist die Königsdisziplin der IT, behaupten Protagonisten einer Enterprise Architecture gerne. Der Grund für diese scheinbar elitäre Haltung ist nachvollziehbar. Enterprise-Architecture-Management gehört zu den komplexesten Aufgaben, die sich IT-Verantwortliche vornehmen können. Das große Versprechen dahinter lautet: EAM hilft Unternehmen, das Alignment-Problem in den Griff zu bekommen, sprich IT- und Geschäftsziele besser aufeinander abzustimmen. Dazu müssten IT-Systeme und das Business als Ganzes gesehen und gesteuert werden. Doch das ist leichter gesagt als getan. Um den vielzitierten IT-Bebauungsplan passend zu den fachlichen Anforderungen zu entwerfen und umzusetzen, brauchen die Verantwortlichen Softwarewerkzeuge. Erst sie ermöglichen es, im Dschungel von Applikationen, IT-Infrastruktur und Geschäftsprozessen den Überblick zu behalten.

Vor diesem Hintergrund hat der Lehrstuhl für Informatik an der Technischen Universität München bereits im Jahr 2005 einschlägige Tools unter die Lupe genommen (siehe dazu: Was EAM-Tools leisten müssen). Die aktuelle Untersuchung "Enterprise Architecture Management Tool Survey 2008" beschreibt unter anderem neue Testszenarien und überarbeitete Bewertungskriterien. Hinzugekommen ist beispielsweise die Kategorie "SOA Transformation". Unterm Strich entstand dabei kein klassisches Ranking der Tools, wie die Autoren betonen. Vielmehr informiert das 384 Seiten starke Werk mit Hilfe eines Scorecard-basierenden Ansatzes differenziert über Stärken und Schwächen der Produkte.

Das amerikanische Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner bezieht mit seinem Magic Quadrant klarer Stellung als die Münchner. Zu den führenden Anbietern zählen die Analysten IBM/Telelogic, Troux Technologies und Alfabet (siehe unten: Wie Gartner EAM-Anbieter bewertet).

Produkte in der Wertung

Die TU München bewertete folgende Produkte:

  • Adaptive EAM von Adaptive, Version 5.0;

  • PlanningIT von Alfabet, Version 3.1;

  • ADOit von BOC, Version 3.0;

  • Embarcadero EA/Studio von Embarcadero, Version 1.1;

  • ARIS Platform von IDS Scheer;

  • MEGA Modeling Suite von Mega International, Version 2007;

  • ProVision von Metastorm, Version 6.0;

  • System Architect von IBM/Telelogic, Version 11.0;

  • Troux von Troux Technologies, Version 7.0.