Ratgeber

So finden Sie das perfekte Netbook

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Netbooks sind die idealen Begleiter für unterwegs. Sie sind kompakt, leicht und zudem noch günstig zu haben. Wie Sie die richtige Auswahl treffen und welches das ideale Netbook für Sie ist lesen Sie im folgenden Artikel.

Die Auswahl an Netbooks ist inzwischen nahezu unüberschaubar geworden. So gibt es die Mini-Notebooks inzwischen mit verschiedensten Betriebssystemen, wie beispielsweise Windows XP Home, oder Linux. Auch im Bereich der Festplatten konnte sich kein einheitlicher Standart durchsetzen. Manche Hersteller vertrauen nach wie vor auf große Notebook-Festplatten, während andere schon auf Flash setzen.
Bei der Vielzahl von Features ist es inzwischen zunehmend schwer geworden das für die eigenen Bedürfnisse optimale Gerät zu finden. Dennoch gibt es fünf Punkte auf die man unbedingt achten sollte:

Ein spiegelndes Display sieht gut aus, ist aber nicht ergonomisch
Ein spiegelndes Display sieht gut aus, ist aber nicht ergonomisch

1. Display: Besser spiegelfrei
Ein entspiegeltes Display ist sinnvoll, denn dann lässt sich das Netbook auch unter freiem Himmel problemlos ablesen. So können Sie den Mini-Laptop überall mitnehmen, ohne sich um passende Beleuchtung kümmern zu müssen. Dazu sollte die Helligkeit aber auch bei einem entspiegelten Display bei rund 200 cd/m2 liegen.
Für gut ausgeleuchtete Innenräume reichen dagegen auch 130 bis 150 cd/m2 aus. Bei einer Helligkeit von rund 100 cd/m2 liegt die Grenze fürs ergonomische Arbeiten – darunter wird’s für die Augen unbequem.

2. Displaygröße: 10 Zoll sind das Mindestmaß
Der Trend bei Netbooks geht zum größeren Display. Die meisten neuen Geräte besitzen ein 10,2-Zoll- oder sogar ein noch größeres Display. Zwar zeigen Netbooks mit 8,9- oder 10,2-Zoll-Display meist die gleiche Auflösung – nämlich 1024 x 600 Bildpunkte. Damit sieht man auf dem größeren Display nicht mehr als auf dem kleineren.
Auf einem 10,2-Zoll-Netbook ist diese Auflösung für die Augen aber weniger ermüdend, weil Schriften und Icons größer erscheinen: Die Zeilenauflösung liegt nämlich bei 117 dpi (dots per inch: Bildpunkte pro Zoll), was etwa 1440 x 900 Bildpunkten auf einem 15,4-Zoll-Display entspricht. Ein 8,9-Zoll-Display mit 1024 x 600 Bildpunkten liegt bei 133 dpi, entsprechend 1680 x 1050 Bildpunkten bei 15,4 Zoll Diagonale.

Je größer die Netbook-Tastatur, umso schneller kann man darauf tippen
Je größer die Netbook-Tastatur, umso schneller kann man darauf tippen

3. Tastatur: Je größer, desto ergonomischer
Eine gute Tastatur ist besonders wichtig für ein Netbook, weil der Mini-Laptop sich vor allem zum Mailen, Chatten oder für sonstige Texte eignet. Doch die Tastatur der Mini-Laptops fällt deutlich kleiner aus als ein Standard-Notebook-Keyboard. Viele Tasten sind schmaler und teilweise anders platziert – Blind- und Schnellschreiber müssen daher auf jeden Fall eine Umgewöhnungszeit beim Umstieg aufs Netbook einplanen.
Recht gut funktioniert das Tippen auf den Schreibbrettern der Netbooks mit 10,2-Zoll-Display: Hier sind die Tasten ausreichend groß und liegen in einem 17,5-Millimeter-Raster. Das ist zwar immer noch deutlich kleiner als das 19-Millimeter-Raster bei einem Standard-Notebook. Doch auch Anwender mit größeren Händen können darauf sicher tippen.