Ratgeber

So finden Sie das passende Smartphone

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Das Produktfeuerwerk der Hersteller macht die Auswahl im Smartphone-Markt zunehmend schwerer. Hier die wichtigsten Entscheidungskriterien und dazu passende Modelle.
Das Apple iPhone bekommt allmählich Konkurrenz...
Das Apple iPhone bekommt allmählich Konkurrenz...

Obwohl es ursprünglich primär als iPod mit Telefoniefunktion konzipiert wurde, ist das Apple iPhone für viele zum Maß aller Dinge in Sachen Smartphones geworden. Dennoch lohnt ein Blick über den Tellerrand - die Konkurrenz hat in vielerlei Hinsicht aufgeholt, während das iPhone allmählich an Coolness-Faktor einbüßt. In diesem Ratgeber geht es entsprechend weniger um das Jesus-Phone, sondern um Auswahlkriterien und Alternativen für fast jeden Geldbeutel.

Welche Nutzung?

Kaufwillige sollten sich als Erstes darüber klar werden, für welche Zwecke sie ein Smartphone benötigen. Geht es primär darum, beruflich oder privat Eindruck mit einem schicken Gerät zu schinden, ist der erste Gedanke klar beim iPhone. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass das Apple-Handy in Managerkreisen bereits Commodity ist - mit einem "Motorola Milestone", dem Google-Handy "Nexus One" oder einem "Nokia N97 mini" lenkt man vermutlich viel eher die Blicke auf sich. Ähnliches gilt für mit einem proprietären Betriebssystem ausgestattete Luxus-Handys von Vertu oder Tag Heuer - auch sie verfehlen ihren Zweck nicht und tragen zudem weniger dick auf.

Liegt dem Nutzer beim Smartphone primär die Nutzung von Telefonie und mobilem Internet am Herzen, ist womöglich die Verbindung aus Netbook und Featurephone die bessere Lösung: Die mitunter umständliche Synchronisation von persönlichen Daten entfällt, das Surfen im Web ist auf dem größeren Display deutlich angenehmer. Außerdem kann man ein kleines Handy problemlos in der Jackentasche verstauen - und den mobilen Rechner zuhause lassen. Fällt die Wahl des Netbooks nicht gerade auf ein Luxusmodell wie das Nokia Booklet 3G kommt der Käufer zudem auch preislich besser weg.

Einfach-Handy im Blackberry-Look: Das Alcatel OT800
Einfach-Handy im Blackberry-Look: Das Alcatel OT800
Foto: Alcatel

Sogar für die mobile E-Mail-Nutzung ist ein Smartphone nicht unbedingt ein Muss. Selbst einfachere Handys unterstützen POP3 und IMAP, zudem bieten viele Carrier die Möglichkeit, quasi als Push-Mail-Ersatz eingegangene Nachrichten als SMS aufs Handy weiterzuleiten. Sogar auf eine Volltastatur zum bequemen Tippen von E-Mails oder SMS muss man mittlerweile bei einfachen Mobiltelefonen nicht mehr verzichten - eine solche besitzt beispielsweise das knapp 100 Euro teuere "Alcatel OT 800".

Wenig Alternativen zu einem Smartphone gibt es dagegen, wenn der Nutzer auch Anhänge betrachten oder gar bearbeiten will: Anwendungen für Word- und Excel existieren zwar bereits für Featurephones von Nokia oder Sony Ericsson (mit Symbian S60 oder UIQ) - der kleine Bildschirm macht die Arbeit aber nicht unbedingt zum Vergnügen.