6 Tipps für Powerpoint

So erstellen Sie visuell ansprechende Powerpoint-Präsentationen

ist Kuratorin bei Shutterstock.
Mit hunderten Millionen Nutzern ist Powerpoint das erfolgreichste Präsentationswerkzeug weltweit. Jeden Tag stellen Unternehmen unzählige Konzepte, Entwicklungen, Ideen oder Ergebnisberichte anhand von PowerPoint-Präsentationen dar. Wir geben Tipps wie Sie ihre Präsentationen visuell ansprechender gestalten.
Für viele sind sie ein Fluch, die täglichen PowerPoint-Präsentationen. Wir geben Tipps in Sachen Bildwahl.
Für viele sind sie ein Fluch, die täglichen PowerPoint-Präsentationen. Wir geben Tipps in Sachen Bildwahl.
Foto: Microsoft

Wir kennen sie alle - die langweiligen und monotonen Powerpoint-Präsentationen mit Textwüsten, chaotischen Bulletpoint-Listen und überfrachteten Folien. Experten gehen davon aus, dass pro Tag weltweit 30 Millionen Powerpoint-Präsentationen gehalten werden und dabei nur allzu oft die Zuschauer gelangweilt werden.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach, Powerpoint-Präsentationen mit Bild und Ton interessant zu gestalten. Mit den folgenden sechs Top-Tipps zur Erstellung von visuell ansprechenden Präsentationen werden Sie Ihr Publikum in Zukunft begeistern und Ihre Ideen und Konzepte noch einprägsamer präsentieren.

Aussagekräftiges Bildmaterial verwenden

Bilder untermauern den Inhalt Ihrer Präsentation. Verwenden Sie daher nur klar erkennbares Bildmaterial, was die Aussage der Folie unterstützt. Dabei dürfen Sie ruhig etwas kreativ werden und abstrakter denken. Zwar gibt es auch bei Präsentationen die Evergreens unter den Bildern, die immer wieder verwendet werden können, aber Ihr Publikum wird eher auf neue visuelle Inhalte anspringen, die sie noch nicht so häufig gesehen haben. Bebildern Sie das Thema "Ziel" also nicht direkt mit einer Zielscheibe oder -flagge.

Blue Box – die „Alles-Easy-Private Cloud“? - Foto: Nmedia_Fotolia.com

Blue Box – die „Alles-Easy-Private Cloud“?

Denken Sie ruhig etwas weiter und überraschen Sie Ihr Publikum mit einer neuen Bildsprache. Hier lohnt es sich, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um genau zu erörtern, was mit der bestimmten Folie ausgesagt werden soll. Wortlisten bieten dabei eine gute Hilfe. Stellen Sie sich einen Timer für ein bis zwei Minuten und schreiben Sie alle Wörter auf, die Ihnen in den Sinn kommen. Während die Liste sehr wörtlich beginnt, werden die Begriffe mit der Zeit immer abstrakter. Inspirierende Ideen kommen Ihnen in den Sinn und Sie denken an Stichworte und Symbole, die wirklich den Inhalt der Folie veranschaulichen.

Alternative Methoden zur Bildsuche

Eine andere Methode, um passende Bilder für Ihre Folien zu suchen, bietet die sogenannte Rückwärtssuche. Shutterstock, Google und andere Unternehmen bieten Suchfunktionen, die es den Nutzern erlauben mit Bildern anstelle von Wörtern zu suchen. Wenn ein Kollege Ihnen also ein Bild schickt, welches in einer Präsentation verwendet werden soll, können Sie es häufig nicht nutzen, da Sie keine Lizenz dafür haben. Mithilfe der Rückwärtssuche erhalten Sie Bilder, die sie verwenden dürfen und die vielleicht sogar noch besser zum Thema passen.

Konsistenz in der Bildsprache

Bilder sind ein gutes Werkzeug, um Präsentation einheitlich wirken zu lassen, auch wenn mehrere Personen an der Erstellung mitgewirkt haben. Wählen Sie daher Bilder mit ähnlicher Perspektive, beispielsweise Augenhöhe versus Vogelperspektive oder einem ähnlichen Hintergrund. Sofort wirkt die Präsentation wie aus einem Guss. Zusätzlich können Fotofilter verwendet werden, so dass die Bilder augenscheinlich aus derselben Kollektion stammen. Eine konsistente und einheitliche Bildsprache lässt die Präsentation insgesamt "rund" und stimmig wirken.

Videos einbinden

Videos bieten besonders in langen Präsentationen Abwechslung und ziehen die Aufmerksamkeit des Publikums auf den Vortrag. Besonders bei informationslastigen oder komplizierten Abschnitten kann ein Video Sachzusammenhänge oder Informationen besser verdeutlichen und die Botschaft verstärken. Zudem ist es anhand von Videoclips leichter, Emotionen zu wecken und das Publikum in eine gewünschte Stimmung zu versetzen. Die Betrachter werden sich mit größerer Wahrscheinlichkeit an die Infos erinnern, denn Stimmungen und Gefühle setzen sich gegenüber Worten und Statistiken durch.

Diagramme und Grafiken animieren

Präsentationen sind oft sehr lang, weil der Präsentierende versucht, viele Informationen anhand von Grafiken und Diagrammen zu vermitteln. Dabei erinnern sich nur wenige Zuhörer an starre Grafiken. Sie sind leblos und lösen beim Betrachter weder Bilder im Kopf noch Emotionen aus.

Ganz anders verhält es sich mit animierten Grafiken. Komplexe Sachzusammenhänge sowie Abläufe, Bewegungen oder Trends lassen sich sehr gut mit bewegten Diagrammen darstellen. Wenn Sie also ein Wachstum zeigen möchten, zeigen Sie nicht mehrere nebeneinanderstehende Balkendiagramme, sondern nur einen Balken, der während des Vortrags dramatisch wächst. Das prägt sich beim Publikum leichter ein und ist zudem spannend zu beobachten.

Infografiken und Symbole verwenden

Wenn es um die Visualisierung von Daten oder komplexen Inhalten geht, ist eine Infografik genau das richtige Stilmittel für Ihre Präsentation. Sie fungiert als Informationseinstieg, veranschaulicht Big-Data-Projekte und macht all das deutlich, was sonst nur mit viel Text, Tabellen und Erläuterungen verständlich wäre. Gute Infografiken erzählen dabei auch immer eine Geschichte und sind in sich schlüssig. Nutzen Sie Infografiken für Präsentationen, wenn Sie viele Informationen einfach und einprägsam, aber trotzdem leicht verständlich darstellen möchten.

Auch Symbole helfen, ein Thema ohne viel Text verständlich zu machen - und das weltweit, denn Symbole, Piktogramme oder Icons haben oft auch in verschiedenen Kulturen die gleiche Bedeutung.

Besonders schnell geht die Bildersuche, wenn Bilddatenbanken wie Fotolia oder Shutterstock Plugins liefern, um aus den Anwendungen heraus suchen zu können. So gibt es beispielsweise bei Shutterstock ein Add-in für Powerpoint.