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SAP Enterprise Lösungen

So entwickeln Sie visionäre Szenarien ohne Risiko

Der studierte Maschinenbauer Martin Bachmann leitet bei der SAP SE das Produktmanagement für die Bereiche Gateway und Messaging. Im Mittelpunkt stehen dabei die Integration von SAP-Systemen mit alternativen Benutzeroberflächen und die Einbeziehung von externen Informationsquellen.
Innovative Services rund um klassische Produkte sind heute erfolgsentscheidend für Unternehmen. Mithilfe der richtigen Tools lassen sich entsprechende Szenarien effizient und kostengünstig realisieren. Die Beispiele SAP Vehicle Insights und SAP HANA Cloud Platform, Enterprise Messaging zeigen, wie Enterprise Tools unterstützen.

Neue Instrumente im Bereich der Software-Entwicklung sind heute der Schlüssel, um visionäre und innovative Ideen mit weniger Aufwand und Risiken zu realisieren. Die rasanten Fortschritte zum Beispiel im Bereich der Medizin basieren auf Technologien und IT-Architekturen, die lange nicht für eine breite Kundenbasis verfügbar waren. Ein weiteres Beispiel ist SAP Vehicle Insights, eine PaaS-basierte Service-Anwendung zur Verwaltung vernetzter Fahrzeuge. Die Lösung erfasst Telemetriedaten von Fahrzeugen wie PKW, Lastkraftwagen, Personen-Shuttles oder auch Gabelstaplern in Echtzeit und stellt diese direkt an einer zentralen Stelle zur Verfügung.

Auf Basis dieser verlässlichen und stets aktuellen Datenbasis lassen sich eine Vielzahl von Szenarien realisieren, die bisher nur mit großem Projektaufwand möglich waren, wie zum Beispiel Routen-Optimierung von Lastern abhängig von der Situation im Werk und auf der Straße, verbrauchsbasierte, innovative - weil individuelle - Versicherungsprämien und vieles mehr.

Früher: Teure Einzelprojekte auf technologischem Neuland

Natürlich wurden ähnliche Szenarien vereinzelt bereits seit längerem auf Projektbasis realisiert. Dies bedeutete aber jedes Mal, technologisches Neuland zu betreten, verbunden mit dem entsprechenden Risiko. Projekte dieser Art kamen daher häufig nur dann zum Zug, wenn sie stark differenzierende Elemente enthielten und der große Aufwand sich dadurch rechtfertigen ließ. Ein Beispiel dafür sind die während eines Flugs und auf dem Flughafen gesammelten Daten, die Fluggesellschaften und Hersteller schon seit längerem zur konstanten Verbesserung der Flugzeuge nutzen.

Heute: Neue Services sind erfolgsentscheidend

Der immer stärker werdende Wettbewerbsdruck zwingt jedoch die Hersteller, zusätzliche Services zu ihren Produkten anzubieten, um sichs von den Konkurrenten abzuheben und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Diese Services sollen als Nebenerzeugnis natürlich wenig Kosten verursachen. Teure und potentiell riskante Individual-Lösungen können diese Anforderungen kaum mehr erfüllen.

Auch aus technischer Sicht stoßen viele klassische Projekt- und Entwicklungsansätze mittlerweile an ihre Grenzen. Ein eigenes Rechenzentrum für große Datenvolumina zu betreiben ist keine einfache Aufgabe. Relationale Datenbanken, SOAP Kommunikation - alle dies wurde nicht in Hinblick auf Skalierung und sehr große Datenmengen entwickelt.

Heute kommen Trend-Technologien rund um Big-Data, Industrie 4.0 und dem Internet of Things (IoT) den Herstellern entgegen. Sie können immer mehr auf neue Basis-Technologien, fertige Lösungen und Projekt-Erfahrungen zurückgreifen. Das reduziert den Aufwand und das Risiko von innovativen Projekten.

Mehr Zeit für die Entwicklung neuer Produkte

SAP Vehicle Inisghts bietet in diesem Zusammenhang eine gute Ausgangsbasis in der Cloud an. Die Nutzer des Services müssen nur noch differenzierende Merkmale und die abzubildenden Prozesse anpassen. Betrieb, Wartung, Monitoring, Updates der Software - all das führt die Lösung automatisch durch. Für die Anwender bedeutet dies mehr Zeit für die Entwicklung verbesserter oder neuer Produkte und Geschäftsfelder. Die technischen Herausforderungen werden auf ein Minimum reduziert.

SAP Vehicle Insights ist ein Beispiel für neue Instrumente im Bereich der Software-Entwicklung, um visionäre und innovative Ideen mit weniger Aufwand und Risken zu realisieren.
SAP Vehicle Insights ist ein Beispiel für neue Instrumente im Bereich der Software-Entwicklung, um visionäre und innovative Ideen mit weniger Aufwand und Risken zu realisieren.
Foto: SAP AG

Da die Lösung auf der bewährten SAP HANA Technologie basiert, lassen sich damit auch komplexe Szenarien mit sehr großen Datenmengen abbilden. Ein weiteres wichtiges Element ist die Verwendung des neuen Services SAP HANA Cloud Platform, Enterprise Messaging, die eine Separierung und Pufferung der Datenströme auf dem Weg vom Fahrzeug zur SAP Cloud sicherstellt.

Vor allem zu Spitzenzeiten ist es wichtig, auf eine Puffer-Schicht zurückgreifen zu können: Geballt versendete Fahrzeugdaten werden erst einmal in der Messaging-Schicht verlässlich zwischengespeichert und dann kontinuierlich in die SAP HANA Datenbank weitergeleitet. Neu hinzukommende Datenpakete werden nicht abgewiesen, sondern zur späteren Verarbeitung im Puffer aufgenommen.

Betrieb und Datenspeicherung einfacher aus der Cloud

Messaging wird bereits seit Langem verwendet, um sicher und verlässlich Anwendungen voneinander zu entkoppeln und den Datenaustausch sicherzustellen. SAP plant, eine Enterprise Messaging-Lösung nun auch unabhängig von SAP Vehicle Insights als Service der SAP-Cloud für Kunden zur Verfügung zu stellen. Dies ermöglicht Kunden die Nutzung, ohne sich detailliert mit dem Betrieb einer Messaging-Lösung beschäftigen zu müssen. Durch die direkte und effiziente Integration in die SAP HANA Datenbank bietet sich zusätzlich ein einfacher und direkter Weg für die Abspeicherung dieser Daten.

SAP HANA Cloud Platform, Enterprise Messaging, ermöglicht die Umsetzung von IoT-Szenarien, die bis vor Kurzem undenkbar gewesen wären.
SAP HANA Cloud Platform, Enterprise Messaging, ermöglicht die Umsetzung von IoT-Szenarien, die bis vor Kurzem undenkbar gewesen wären.
Foto: SAP AG

Aufgrund seiner vielseitigen und einfachen Nutzbarkeit kommt SAP HANA Cloud Platform, Enterprise Messaging, in immer mehr SAP-Lösungen zum Einsatz. Die Lösung ermöglicht heute die einfache Umsetzung datenintensiver IoT-Szenarien, die vor nicht allzu langer Zeit noch undenkbar gewesen wären.