Unerwünschte E-Mails

So bändigen Sie die Spam-Flut

25.08.2008
Trotz der technischen Fortschritte, die Antispam-Lösungen in den vergangenen 15 Jahren gemacht haben, tun sich Unternehmen nach wie vor schwer, die Spam-Flut zu managen. Forrester-Analystin Chenxi Wang verrät, wie die digitale Plage in den Griff zu bekommen ist.

Elektronischen Werbemüll ganz auszumerzen ist unmöglich. Eine Reihe von Best Practices sowohl in technischer als auch strategischer Hinsicht helfen jedoch dabei, die von den stetig wachsenden E-Müllbergen ausgehenden Probleme einzudämmen.

1. Die Antispam-Policies

Unternehmen sollten bei der Definition von Antispam-Richtlinien Folgendes beherzigen:

Verfahren Sie rigoros mit eindeutigem Spam. Eine allgemeingültige, für alle Organisationen passende Definition von "Spam" gibt es nicht - dennoch muss festgelegt werden, was als "eindeutiger Spam" gilt. Zu dieser Kategorie zählt Forrester etwa Mails mit pornografischen Inhalten, Phishing-verdächtige Nachrichten sowie Messages mit finanziellen Ansinnen. Je nach Unternehmen können aber auch Inhalte wie Newsletter, politische Kampagnen oder Marketing-Mails hinzukommen. Forrester empfiehlt zudem, als "eindeutigen Spam" klassifizierte Nachrichten nicht in den Quarantänebereich zu verschieben, sondern gleich zu blocken.

Führen Sie nutzer- oder gruppenspezifische Filterrichtlinien ein. Zusätzlich zur Basis-Policy empfiehlt Forrester Filterrichtlinien, die die spezifischen Funktionen der einzelnen User berücksichtigen. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, Marketing-Mails an die Vertriebsmannschaft zuzulassen, für alle anderen Abteilungen jedoch zu blocken, oder ausführbare Dateien ausschließlich in an technisches Personal gerichteten Nachrichten zu gestatten.

Suchen Sie nach Lösungen, die sich mit anderen E-Mail-Security-Komponenten integrieren lassen. Antispam ist nur ein Aspekt des Bereichs E-Mail-Sicherheit und -Management; andere Bestandteile sind etwa MTA (Message Transfer Agent), Content-Schutz und Mail-Archivierung. Mit diesen Komponenten sollte die künftige Antispam-Lösung nahtlos zusammenarbeiten können, um ein präzises Management sowie angemessene Performance zu ermöglichen.

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