Intelligente Systeme

So arbeitet IBM Watson

Jan-Bernd Meyer
Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE - darunter das jährlich erscheinende Magazin Top 100, das einen detaillierten Marktüberblick über alle relevanten B2B-Bereiche der IT gibt. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
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David Ferrucci formulierte das Bonmot "Aufgaben, die Watson löst, setzen beim Menschen Intelligenz voraus". Einschränkung: Watson reichen Algorithmen.
Watson basiert auf einer Standard-Hardware-Architektur - IBMs "Power7"-Prozessoren.
Watson basiert auf einer Standard-Hardware-Architektur - IBMs "Power7"-Prozessoren.
Foto: IBM

Im Prinzip ist Watson das digital gewordene Landei: einfach gestrickt und mit simplen Methoden arbeitend. Sebastian Welter aus dem deutschen Watson-Team würde solch eine Aussage zwar nie unterschreiben. Aber seine Erklärung, wie der Jeopardy-Hero vorgeht, mutet dann doch etwas desillusionierend an: "Watson arbeitet im Prinzip auf zwei Arten: Er frisst zum einen Text. Zum anderen arbeitet er auf Annotatoren und mit Algorithmen, die Texte in einen Zusammenhang stellen." Das kann auch eine Landpomeranze.

Watson kann das allerdings extrem schnell. Und er kann noch ein paar Kunststückchen mehr.

Am Beispiel einer medizinischen Recherche lässt sich die Funktionsweise des Systems erklären. Das Gesundheitswesen eignet sich für die Arbeit Watsons deshalb momentan besonders gut, weil in der Medizin bereits ein sehr umfangreiches taxonomisches Werk vorhanden ist - wichtig für die Art, wie Watson momentan arbeitet. Deshalb konzentriert sich IBM zurzeit besonders auf dieses Terrain.