SNA-Datenübertragung im Telefonnetz

14.01.2005
Von Kostengesichtspunkte ausschlaggebend
COMPUTERWOCHE Nr. 25 vom 20.06.1986

BURGDORF (pi) - Für viele Anwendungen ist das Telefonnetz nach wie vor das geeignete Datenübertragungsmedium. Besonders durch die Einführung der Billigmodems der Deutschen Bundespost sind die Einstiegskosten für eine professionelle DFÜ im Telefonnetz drastisch gesunken.

Ein Überblick über die Entwicklung der Grundgebühren der verschiedenen Datennetze zeigt, wie sich die Kosten zugunsten des Telefonnetzes verändert haben:

Durch die Verbreitung der Personal Computer wird die Forderung nach einer preiswerten Datenkommunikation immer dringender. Die steigenden Gebühren der Dienste Datex-L und Datex-P machen den Einstieg in die Kommunikation für PC-Besitzer nicht einfacher. In dieser Situation suchte die Land-Data GmbH nach einer EDV-Verbundlösung für zirka 200 ihrer Buchstellen.

In der Konzeptionsphase wurden verschiedene Hardware- und Netzwerklösungen untersucht. Die Anforderungen an die Hardwareausstattung zeigten schnell, daß mit dem IBM PC eine ausreichende und preiswerte Architektur für die Buchstellen gegeben war.

Die Auswahl der geeigneten Kommunikationssoftware erwies sich jedoch als problematischer.

- Die Anbindung der Buchstellen über die Datex-Netze war durch die hohen Grundgebühren nicht sinnvoll.

- Der Einsatz von Datex-P hätte zusätzliche Investitionen für die X.25-Anpassung erfordert.

- Für Btx wären neben den Investitionen für den Rechnerverbund erhebliche Kosten und Zeiten für die Entwicklung einer zentralen Anwendung notwendig gewesen. Die Übertragungsrate von 75 Bit pro Sekunde und das Problem einer "End to End"-Sicherung sprachen zusätzlich gegen diese Lösung.

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