Einfache Mobiltelefone kaum mehr gefragt

Smartphones übertrumpfen Handys

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Nach Schätzungen der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) werden 2012 hierzulande über 18 Millionen Smartphones verkauft werden - mehr als doppelt so viele Geräte wie einfache Mobiltelefone.

Bereits 2011 hatten es die mobilen Alleskönner laut Berechnungen des IFA-Veranstalters gfu erstmals geschafft, den herkömmlichen Handys mit 14,5 gegenüber 10,7 Millionen Stück den Rang abzulaufen. Doch ein Ende des Wachstums ist noch nicht in Sicht: In diesem Jahr, so die Schätzung, steigt der Absatz um mehr als ein Viertel auf über 18 Millionen Geräte, damit werden über doppelt so viele Smartphones wie Mobiltelefone (acht Millionen Stück verkauft. Das Umsatzvolumen in diesem Segment soll mehr als sechs Milliarden Euro betragen.

Laut Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, schätzen die Nutzer die Smartphones als Multifunktionsgeräte: "Egal, ob vielfältige Business-Anwendungen, intelligente Fernbedienung für das vernetzte Heim, digitale Kamera, portable Navigation oder die Wiedergabe von Bildern, Filmen und Musik, das Smartphone kann alles. Zudem meistert es selbst anspruchsvolle Multimedia-Anwendungen, beispielsweise auch mit integrierten Projektoren."

Die Entwicklung der Smartphones sei dabei sowohl technisch als auch in Bezug auf mögliche Dienste und Anwendungen noch lange nicht abgeschlossen, so Hecker. So arbeiteten die Hersteller und Netzbetreiber beispielsweise an Augmented Reality-Anwendungen, die eine Vielzahl zusätzlicher Informationen für den Nutzer bereithalten können. Die IFA 2012 von 31. August bis 5. September werde dazu ein breites Spektrum präsentieren.