Gadget des Tages

Smartphone plus PhonePad gleich Tablet-PC

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
PhonePad ist eine Docking-Station für die Samsung Handys Galaxy S2 und S3. Der Hersteller verspricht damit ein vollwertiges Tablet anzubieten.

Die Idee ist überzeugend: Man dockt sein Smartphone an und schon wird aus dem Handy ein Tablet-PC. Eigentlich stammt der Einfall von Asus, die mit dem Padfone ein entsprechendes Gerät vermarkten. Interessenten müssen aber das Smartphone (Padfone) zusammen mit der zugehörigen Station erwerben. Dieses "Makel" möchte nun ein ähnliches Produkt umgehen.

Nur für Samsung-Handys

Das auffallend ähnlich benannte PhonePad bringt allerdings auch ein paar Einschränkungen mit. Denn nur Besitzer eines Samsung Galaxy S2 und S3 kommen in den Genuss des Gadgets. Die Benutzung soll relativ einfach sein: Man steckt das Mobiltelefon an den vorgesehen Dock und die Smartphone-Oberfläche wird auf den schwenkbaren 10,1-Zoll-Touchscreen übertragen. Dieser bietet laut Hersteller eine Auflösung von 1024 mal 600 Pixel und ein Seitenverhältnis von 16:9.

Hier liegt wohl auch die Schwachstelle des Geräts. Denn das Galaxy S2 hat im Gegensatz zum S3 (1280 mal 720 Pixel) nur eine Auflösung von 480 mal 800 Pixel. Die Anzeige der jeweiligen Anwendungen könnte unscharf sein und die Rechenleistung des Mobiltelefons beanspruchen, da sie für das PhonePad hochgerechnet werden muss. Zudem ist die Display-Leistung damit für ein Tablet-PC mittelmäßig, erreichen doch Geräte wie das Google Nexus 10 (2560 mal 1600 Pixel) oder das iPad 4 (1536 mal 2048 Pixel) von Apple deutlich höhere Werte.

Das PhonePad ist somit nur eine Ergänzung für die beiden Mobiltelefone. Dennoch bietet es interessante Details. Glaubt man den Angaben des Herstellers, dann lassen sich alle Anwendungen starten, die man auch auf normalen Notebooks nutzt. Das Gerät eignet sich beispielsweise für Filme, Spiele oder zum einfachen Surfen im Internet.

Verbindung über MHL-Schnittstelle

Die Verbindung zu den Samsung-Smartphones wird über eine MHL-Schnittstelle (Mobile High-Definition Link) gewährleistet. Angeblich ist die Darstellung von Full-HD möglich. Angesichts der präsentierten Spezifikationen ist dies aber eher ein Marketing-Gag. Da das PhonePad einen eigenen Akku eingebaut hat, der je nach Gebrauch bis zu acht Stunden hält, wird das angeschlossene Smartphone gleichzeitig geladen. Ansonsten bietet es zwei integrierte Lautsprecher und einen 3,5-Millimeter-Kopfhörer-Anschluss.

Mit einem Gewicht von 968 Gramm und einer Größe von 187 mal 270 mal 20 Millimeter ist das PhonePad ein kleiner Brocken, der sich wohl weniger für die U- oder S-Bahn-Fahrt eignet. Für zuhause könnte es dagegen eine interessante Alternative sein. Auf der Produkt-Website des Gadgets gibt es weitere Details. Wann das PhonePad in Deutschland erhältlich ist und wie viel es kostet, erfährt man an dieser Stelle allerdings nicht. Laut dem britischen Technik-Portal T3, kommt das Gerät wahrscheinlich im Mai heraus und kostet immerhin 150 Pfund (rund 178 Euro).