Gewinneinbruch erwartet

Smartphone-Marktführer Samsung schwächelt

08.07.2014
Samsung scheffelt dank seiner Smartphone-Dominanz weiter Milliarden. Doch die Konkurrenz rückt dem Elektronikriesen bei teuren und billigeren Produkten immer mehr auf die Pelle. Das schlägt sich auch im Ergebnis nieder.
Die Samsung-Zentrale in Seoul
Die Samsung-Zentrale in Seoul
Foto: Oskar Alexanderson (CC BY-SA 2.0)

Das langsamere Absatzwachstum bei Smartphones und ein schärfer werdender Wettbewerb setzen Marktführer Samsung weiter zu. Das führende südkoreanische Technologie-Unternehmen rechnet für das zweite Quartal 2014 erneut mit einem Rückgang des operativen Gewinns - diesmal um fast ein Viertel im Vergleich zum Jahr davor. Samsungs Smartphone-Spitzenmodell Galaxy S5 verkaufte sich laut Analysten bisher weniger gut als erwartet. Im laufenden dritten Quartal will das Unternehmen mit neuen Modellen die Nachfrage stärker ankurbeln.

Der Gewinn aus den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten in den Monaten April bis Juni liege bei 7,2 Billionen Won (5,2 Milliarden Euro) teilte der weltgrößte Hersteller von Speicherchips, Fernsehern und Handys in seinem Ergebnisausblick am Dienstag mit. Das wäre im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 ein Rückgang von 24,5 Prozent und der niedrigste Milliardengewinn seit zwei Jahren. Der Rückgang wurde allgemein erwartet, doch blieb Samsung mit seiner Schätzung noch hinter den Erwartungen des Markts zurück.

Der Umsatz ging laut Schätzung um 9,5 Prozent auf 52 Billionen Won zurück. Genauere Zahlen einschließlich des Überschusses will Samsung wie üblich zum Ende des Monats vorlegen.

Samsung fügte in einem ungewöhnlichen Schritt eine Antwort auf die "Besorgnisse der Investoren wegen der bis zur Vorlage der eigentlichen Geschäftszahlen bestehenden Unsicherheiten" hinzu: "Das Unternehmen registrierte eine Verlangsamung des Marktwachstums für Smartphones und zunehmende Konkurrenz im chinesischen und einigen europäischen Märkten." Die Entwicklung habe zu höheren Lagerbeständen für Geräte im mittleren und unteren Preisbereich geführt. Außerdem sei im zweiten Quartal saisonbedingt die Nachfrage in China schwächer.

Auch machte sich laut Samsung der Höhenflug des südkoreanischen Won negativ bemerkbar. Die Aufwertung der Landeswährung schwächt die Wettbewerbsposition der einheimischen Exporteure.

Inhalt dieses Artikels