Standortbestimmung

Smartphone-GPS-Genauigkeit mit Glonass erhöhen

Schwerpunkte? Keine - er interessiert sich vielmehr für (fast) alles, was mit IT, PC, Smartphone und Elektronik zu tun hat. Dabei geht es aber meist nicht um die Technik nur um der Technik willen, vielmehr stehen Nutzen und sinnvolle Anwendung im Vordergrund.
In engen Tälern und Schluchten stößt die Standortbestimmung per Satellit an ihre Grenzen. Das russische Glonass-System hilft da weiter, das mittlerweile zahlreiche Smartphones und „GPS“-Geräte nutzen können.
Die Android-App AndroiTS GPS Test Free zeigt die amerikanischen GPS- und die russischen Glonass-Satelliten, wenn das Smartphone beide Systeme unterstützt.
Die Android-App AndroiTS GPS Test Free zeigt die amerikanischen GPS- und die russischen Glonass-Satelliten, wenn das Smartphone beide Systeme unterstützt.

Meist ist einfach von GPS oder GPS-Geräten die Rede, wenn die Standortbestimmung per Satellit gemeint ist. Doch längst ist das amerikanische Global Positioning System nicht mehr das einzige: Das chinesische Beidou ist bereits regional nutzbar, das russische Glonass sendet seit fast drei Jahren weltweit im Vollbetrieb. Inzwischen sind sowohl GPS-Geräte, insbesondere von Garmin, als auch zahlreiche Smartphones verfügbar, die Glonass unterstützen.

Handy-Hersteller und Shops werben jedoch kaum mit dieser Funktion. Dabei bietet die Kombination von Glonass und GPS gerade in engen Tälern Vorteile, denn systembedingt muss das Handgerät für die Standortbestimmung Sichtkontakt zu mindestens drei Satelliten haben – für die zusätzliche Anzeige der Höhe sogar zu vieren. Dies aber ist abhängig von der Topografie nicht immer gewährleistet. Sofern das „GPS“-Gerät bzw. das Smartphone also GPS und Glonass unterstützt, schalten Sie beides ein.

AndroiTS GPS Test: Die Android-App ist gratis erhältlich
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Bei Android-Geräten ist die Option gegebenenfalls unter „Einstellungen > Standort“ zu finden. Allerdings wird bei den meisten Smartphones trotz Glonass-Empfänger nicht zwischen GPS und Glonass differenziert. Mit der „GPS“-Option ist dann gleichzeitig auch Glonass aktiv, was sich über die App AndroiTS GPS Test Free aus dem Playstore prüfen lässt. Dort sind die sichtbaren Satelliten mit ihren Länderflaggen aufgelistet. Bei den Garmin-Handhelds lässt sich der Empfang über die „Einstellungen“ entweder auf GPS beschränken oder die Kombination beider Systeme nutzen.

Im direkten Vergleich von „nur GPS“ und „GPS und Glonass“ unter schwierigen Empfangsbedingungen in den Alpen zeigen sich die Standortbestimmung und die Trackaufzeichnung mit der gleichzeitigen Nutzung beider Satellitensysteme deutlich genauer. (PC-Welt)