Native App

"Smartpen" Livescribe 3 kann jetzt auch mit Android

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Das Digitalschreibgerät Livescribe 3 Smartpen lässt sich jetzt auch mit Smartphones und Tablets unter Android nutzen.

Für den neuen Livescribe-Stift mit Bluetooth Smart a.k.a. 4.0 Low Energy gab es bislang nur eine iOS-App (der neue Livescribe-CEO Gilles Bouchard, selbst HP- und IBM-Veteran, heuerte etliche frühere Apple-Mitarbeiter an ;-). Ab sofort gibt es "Livescribe+" auch im Google Play Store. Die neue native Android-App wurde laut Ankündigung unter Berücksichtigung der Material Design Guidelines von Google optimiert. Wie auch unter iOS kann man damit handschriftliche Notizen digitalisieren, durchsuchen und teilen. Mit Livescribe+ kann man außerdem "Pencasts" erstellen. Das sind interaktive Dokumente - genauer gesagt PDFs -, die Audioaufnahmen mit der digitalen Handschrift synchronisieren. Zum Abspielen braucht man Livescribe+, die Desktop-Software von Livescribe oder alternativ einen Web-Player.

Feed-Ansicht von Livescribe+ auf einem Android-Tablet
Feed-Ansicht von Livescribe+ auf einem Android-Tablet
Foto: Livescribe

Der Livescribe 3 kann sich mit bis zu vier iOS- und Android-Geräten synchronisieren. Bei dem Google-System wird die Version "Kitkat" ab 4.4.2 und logischerweise eine Hardware mit ebenfalls Bluetooth Smart vorausgesetzt.

Die Kommunikation zwischen Android-Device und Livescribe-Stift übernimmt eine separate App namens "Link". Diese lässt sich in Zukunft auch von Third-Party-Apps nutzen, die das Android-SDK von Livescribe verwenden. Mit Link können Android-Nutzer auch vorab überprüfen, ob ihr Gerät die Systemvoraussetzungen erfüllt.

"Der Livescribe 3 hat bewiesen, dass handschriftliche Notizen mit echter Tinte auf echtem Papier effizienter sind, wenn sie mit dem mobilen Gerät des täglichen Gebrauchs verknüpft werden", sagt CEO Bouchard. "Studien zeigen, dass Menschen Dinge besser verstehen und sich merken können, wenn sie sie aufschreiben. Und gerade unterwegs ist eine digitale Kopie solcher Aufzeichnungen wichtig."

Auch der Livescribe 3 nutzt zur Digitalisierung von Handschrift noch die Technologie von Anoto aus Schweden. Diese setzt ein spezielles Papier mit winzigen aufgedruckten Pünkten voraus. Livescribe bietet dieses in allerlei Formaten zum Kauf an, man kann es aber auch selbst ausdrucken. Besonders schön schreibt es sich mit dem Smartpen in den eigens gemeinsam entwickelten Notizbüchern von Moleskine.

Livescribe 3 Smartpen
Livescribe 3 Smartpen
Foto: Livescribe

Den Livescribe 3 kann man in Deutschland unter anderem bei Gravis, Amazon.de und im Online-Store von Apple kaufen. Die Standardversion kostet rund 150 Euro und die "Pro"-Edition zirka 200 Euro.