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Konvergente Appliances

Smarte Komplettlösung für Zweigniederlassungen und kleine Unternehmen

Stefan Schasche ist seit 15 Jahren im IT-Bereich als Redakteur, Projektleiter und Autor tätig und kennt sich mit aktueller Hardware ebenso aus wie mit Betriebssystemen oder digitalen Werbeformen. Als Blattmacher war er für verschiedene Zeitschriften aus dem IT-Bereich redaktionell verantwortlich und betreute in diesem Umfeld Autoren auf allen Kontinenten.
Die Infrastruktur-Anbindung von Standorten abseits des Rechenzentrums in der Firmenzentrale stellt IT-Verantwortliche vor zahlreiche Herausforderungen: Wie lassen sich Performance, Effizienz, Zuverlässigkeit und Wartung bestmöglich realisieren? Speziell für diese Umgebungen entwickelte, konvergente Appliances bieten sich hier als zukunftsfähige Lösung an.

Neben der Firmenzentrale verfügen sehr viele Unternehmen über regionale Niederlassungen oder Verkaufsbüros an den unterschiedlichsten Standorten. Die IT ist dabei zumeist am Hauptstandort in einem modernen Rechenzentrum gebündelt, während die dezentralen Niederlassungen über ein WAN angebunden sind. Dieses Szenario ist jedoch in vielen Fällen alles andere als ideal, unter anderem weil immer größere Datenmengen anfallen und Probleme beim Zugriff und beim Datentransfer die Effektivität der Remote-Standorte drastisch verringern. Wenn sich dann aufgrund veralteter Hardware noch Ausfälle häufen und darunter die Produktivität der Mitarbeiter leidet, sind nachhaltige Lösungen erforderlich.

Dennoch vermeiden viele Unternehmen den Ausbau der IT-Infrastruktur oder eine Verlagerung von Rechen- oder Speicherkapazitäten in die Niederlassungen, weil Sie diverse Nachteile und negative Auswirkungen befürchten. So verfügen diese so genannten "ROBO-Umgebungen" (Remote Offices and Branch Offices) in der Regel beispielsweise nicht über geeignete Räumlichkeiten, um dort effizient gekühlte Server unterzubringen. Ein Zukauf oder die Anmietung weiterer Räume, nur um darin zusätzliche Hardware unterzubringen, ist aus Kostengründen problematisch und oftmals mangels Angebot ohnehin nicht möglich.

Der Lärmpegel eines Servers stellt ein weiteres Hindernis dar, wenn konzentriert gearbeitet und telefoniert werden muss. Und schließlich könnten kleine, dezentrale Rechenzentren den Einsatz von IT-Fachleuten vor Ort erfordern, was unter Umständen zusätzliche Personalaufwendungen notwendig machen würde. Dezentrale Rechenzentren nach konventionellem Muster an Remote-Standorten sind daher keine wirklich praktikable Lösung.

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Konvergente Appliances als Lösung

Deutlich anders sieht es dagegen beim Einsatz konvergenter Appliances aus, die zumeist auf der Intel® Xeon® Prozessor E5-2600 Produkt Familie basieren. Hier werden unterschiedliche Data-Center-Komponenten in einer Geräteeinheit (Appliance) zusammengefasst, was gleich mehrere Vorteile mit sich bringt. So lassen sich unter anderem Kompatibilitätsprobleme weitestgehend ausschließen und das Management lässt sich drastisch vereinfachen. Zudem haben konvergente Systeme einen deutlich verringerten Energiebedarf, die Kühlungsanforderungen sind weit niedriger und die Verkabelung, die bei herkömmlichen Rechenzentren ein großes Problem darstellt, wird minimiert.

Allerdings sind herkömmliche, konvergente Appliances im Normalfall für den Einsatz in großen Rechenzentren konzipiert und daher für ROBO-Umgebungen oft überdimensioniert. Zudem ist der Bedarf an Kühlung, Stromzufuhr oder Stellfläche zwar deutlich geringer, aber für ein kleines Büro unter dem Strich noch immer zu groß. Und schließlich sind die Gegebenheiten am Einsatzort, was Temperaturen oder die Luftzirkulation betrifft, oft ungünstig. Es bedarf also konvergenter Appliances, die auf die Eigenarten und Anforderungen kleinerer Standorte mit ihren besonderen Bedingungen Rücksicht nehmen.

Spezialisiert für den Einsatz in ROBO-Umgebungen

Diese speziellen, vom Marktforschungsunternehmen IDC als "hyperkonvergente Systeme" bezeichneten Appliances wurden eigens für den Einsatz in ROBO-Umgebungen konzeptioniert und eignen sich daher ideal für die oben beschriebenen Einsatzfelder an dezentralen Standorten. Dell beispielsweise bietet eine Reihe für diesen Einsatzzweck maßgeschneiderte Infrastruktur-Plattformen an, die von der konvergenten Blade-Plattform mit branchenweit führender Dichte, Effizienz, Skalierbarkeit und Leistung bis hin zur All-In-One-Lösung mit Servern, Massenspeichern und Netzwerkkomponenten reichen.

Dell PowerEdge VRTX: Kompakt, leistungsstark und stromsparend.
Dell PowerEdge VRTX: Kompakt, leistungsstark und stromsparend.
Foto: Dell

Etwa den Dell PowerEdge VRTX ausgestattet mit der Intel® Xeon® Prozessor E5-2600 Produkt Familie, der von der geringeren Entfernung von Massenspeicher und Datenverarbeitungsknoten in einer konvergenten Appliance profitiert. Das Ergebnis ist eine deutliche Leistungsverbesserung durch die Beschleunigung routinemäßig anfallender Workloads. Neben verkürzten Email-Reaktionszeiten erreicht das System unter anderem auch deutlich höhere Datenbankleistungen als ein Legacy-System, das aus herkömmlichen Servern, Massenspeichern und Netzwerkkomponenten besteht. So wird am Ende nicht nur die Anwendungsleistung gesteigert, sondern auch die Effizienz der Mitarbeiter in den Niederlassungen, an denen das System zum Einsatz kommt. Zugleich erfolgt eine Entlastung der IT, weil die Appliances aus der Ferne zu warten sind und mit der gleichen Software laufen wie die Server im Haupt-Rechenzentrum. Eine Einarbeitung seitens der IT ist also nicht notwendig.

Hohe Skalierbarkeit und Flexibilität: Konvergente Appliances

Diese Systeme bieten noch weitere Vorteile. So sind sie in sehr hohem Maße skalierbar und somit nicht nur für gegenwärtige Aufgaben gerüstet, sondern auch für zukünftige. Aufgrund der hohen Dichte und der daraus resultierenden kleinen Abmessungen wachsen die Appliances problemlos mit dem Unternehmen, ohne dass Platzprobleme in die Quere kommen. Das ist vor allem für Standorte von Bedeutung, die sich aufgrund der baulichen Bedingungen nicht wirklich für den Einsatz hoch performanter Server eignen. Das Gehäuse eines Dell PowerEdge VRTX hat dagegen im Notfall auch unter oder auf einem Schreibtisch Platz. Da er fast zwanzig Prozent weniger Energie als eine von der Leistung vergleichbare Legacy-Lösung verbraucht und mit weniger Kühlung auskommt, arbeitet er flüsterleise. Folglich lässt sich das Gerät sogar in Räumen mit Publikumsverkehr einsetzen. Mehr Informationen zum Thema und weitere Argumente für den Einsatz konvergenter Appliances an ROBO-Standorten finden Sie im Whitepaper zum Download.

Fazit

Hyperkonvergente, eigens für diesen Einsatzzweck maßgeschneiderte Appliances bieten im Vergleich zu klassischen Servern beziehungsweise einer WAN-Anbindung ans Firmennetz eine höhere Leistung bei gleichzeitig geringeren Anforderungen in Bezug auf den Stellplatz oder die äußeren Bedingungen. Unterm Strich steigern sie die Effektivität von ROBO-Standorten merklich, weil Zugriffszeiten, Zuverlässigkeit oder die Datenbankleistung deutlich verbessert werden. Gleichzeitig wird die IT entlastet, weil die Appliances aus der Ferne zu warten sind und die gleiche Software wie auf den Servern im Rechenzentrum der Zentrale zum Einsatz kommt. Durch den Einsatz hyperkonvergenter Systeme lassen sich auch Remote-Standorte für die Anforderungen des Wettbewerbs in Gegenwart und Zukunft rüsten.

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