Posts runderneuert

Slack erlaubt ein wenig mehr "long form"

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Bei Slack wird zwar primär gechattet, aber ab und an haben auch Slacker Erklärungs- und damit mehr Platzbedarf.

Dafür gab es bei Slack schon immer eine Funktion namens "Posts". Allerdings war die eher lieblos gestaltet - Slack räumt im Firmenblog ein, dass ihr irgendwann früh im Entwicklungsprozess einmal fünf Stunden gewidmet wurden und sie danach nie mehr angefasst wurde - "ein armes, ungeliebtes Feature". Doch damit soll nun Schluss sein: Die Posts hat Slack runderneuert und nennt sie entsprechend jetzt "Posts 2.0".

Stewart Butterfield, Gründer und CEO von Slack
Stewart Butterfield, Gründer und CEO von Slack
Foto: Slack

Wer einen Post 2.0 verfasst, kann dies direkt in der Slack-Desktop-App tun und wird nicht mehr in den Browser umgeleitet. Geschrieben wird in einem Inline-Editor, und beim Verfassen gibt es Werkzeuge für das Formatieren von Überschriften, zum Anlegen von Listen und Checklisten sowie zum Teilen von Code-Schnipseln (Inline-"Snippets" sozusagen).

Foto: Slack

Falls gewünscht, werden innerhalb von Posts Tweet automatisch expandiert und externe URLs als Vorschau gezeigt. Fügt man einen Bilder-Link ein, erscheint das Bild im Post (und man kann die ursprüngliche Referenz dann sogar entfernen, wenn man möchte). Markiert man einen Post im Editor, wandert er in die Lesezeichenlist. Teilen lassen sich Posts einfach mit einem Channel, Team-Mitglied(ern) oder mit einem selbst (@slackbot). Und alles Posts, die man schreibt, stehen danach im "Your-Files"-Menü in der Slack-App.

Blick in das Büro von Slack in Palo Alto
Blick in das Büro von Slack in Palo Alto
Foto: Slack

Wie bisher schon können Posts innerhalb von Channels als Standalone-Kommentar-Thread stehen, so dass Diskussionen dazu organisiert bleiben. Die Textformatierung verwendet die gleichen Markdown-artigen Kürzel wie das Slack-Messaging und noch ein paar zusätzliche, für alle zusammen gibt es eine Übersicht per Dropdown.

Foto: Slack

Wie, Sie kennen Slack noch gar nicht? Dann schauen Sie mal hier. Und hier.