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Skalierbarkeit: Windows nähert sich Unix

05.07.2000
IBM, Intel und Microsoft brechen Rekorde

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zum ersten Mal in der langen Geschichte von Windows NT und dessen Nachfolger Windows 2000 (Wer erinnert sich noch an den "Scalability Day" im Mai 1997?) hat es den Anschein, als ob Microsofts Highend-Betriebssystem in Bereiche vorstoßen könnte, die bislang stets Unix vorbehalten waren. IBM, Intel und Microsoft haben gestern ihren gemeinsam entwickelten "Firestorm"-Cluster vorgestellt.

Das System besteht laut "Computergram" aus 32 Knoten mit zusammen 128 Prozessoren (genauer gesagt: 32 halbvolle "Netfinity 8500R" mit Profusion-Chipsatz, 4GB Arbeitsspeicher und 700 Megahertz schnellen "Cascade"-Pentium-III-CPUs) und einer riesigen, einheitlich erscheinenden DB2-7.1-Datenbank auf insgesamt 116 TB durch Mirroring und RAID 5 gesichertem Plattenspeicher. Damit gelang es der Troika, rekordverdächtige 440 880 Transaktionen pro Minute im TPC-C-Benchmark zu erreichen. Eigentlich interessanter ist aber das Preis-Leistungs-Verhältnis von Firestorm: Das komplette System samt Hard- und Software sowie fünf Jahren Wartung kostet zwar über 14 Millionen Dollar, erreichte aber einen Wert von knapp über 32 Dollar pro Tpm-C. Highend-Unix-Maschinen von IBM, Compaq oder Sun bieten nur ein Viertel der Leistung, kosten aber zwei- bis dreimal so viel.