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Sites von Firmen am Neuen Markt lassen zu wünschen übrig

05.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Experten des Fachbereichs Wirtschaft der Fachhochschule Münster haben zusammen mit Kollegen des Profnet-Instituts für Internet-Marketing die Web-Auftritte von am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Unternehmen unter die Lupe genommen. Das Fazit fällt enttäuschend aus: "Zum Börsengang aufgebaut und nie mehr angefasst". Die Sites vieler Firmen zeigten "deutliche Ermüdungserscheinungen, teilweise sogar Rückschritte" seit dem ersten Erscheinen im Internet, so die Wissenschaftler. Positiver Ausreißer sei einzig der Bankensoftware-Anbieter Brokat mit einem "umfangreichen und dennoch übersichtlichen Auftritt". Ansonsten sei die Interaktivität gerade bei den Nemax-Unternehmen mangelhaft, die Inhalte eher dünn.

Besser schneidet die Konkurrenz aus der Old Economy ab: Den ebenfalls untersuchten Unternehmen aus Dax, MDax und SDax bescheinigt Professor Ulrich Balz, sie hätten innerhalb des vergangenen Jahres ihre Sites überarbeitet, neu konzipiert sowie Inhalte und Benutzerfreundlichkeit verbessert. Die besten Noten gab es für DaimlerChrysler. "Es gelingt Daimler, umfangreiche Inhalte auf den Internet-Seiten sehr gut zu strukturieren", so Balz.