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Sirius und XM wollen fusionieren

20.02.2007
Die beide Satellitenradio-Anbieter der USA, Sirius Satellite Radio und XM Satellite Radio Holdings, planen einen Merger. Der allerdings könnte sich schwierig gestalten.

Vorgesehen ist, dass Sirius - eigentlich die kleinere von beiden Firmen - XM-Aktionären für jeden XM-Anteil 4,6 Sirius-Aktien zahlt. Das resultierende Gemeinschaftsunternehmen hätte nach gemeinsamer Einschätzung einen Wert von 13 Milliarden Dollar. Bislang hat keines der beiden Unternehmen jemals schwarze Zahlen ausgewiesen; zusammen verloren sie im letzten Jahr bei Einnahmen von 1,5 Milliarden Dollar über eine Milliarde Dollar.

Allerdings sind Sirius und XM die beiden einzigen Anbieter mit einer Satellitenradio-Lizenz von der Fernmeldeaufsicht FCC (Federal Communications Commission). Damit drohen Kartellbedenken aufgrund der Tatsache, dass nach der Fusion nur ein marktbeherrschendes Unternehmen übrig bliebe.

Sollte die Transaktion trotzdem durchgehen, wird Sirius-Chef Mel Kamarzin auch neuer CEO der fusionierten Firma; XM-Chairman Gary Parsons soll den Vorsitz des Verwaltungsrats übernehmen. Abgeschlossen werden soll die Übernahme gegen Ende des Jahres.

Sirius und XM waren die Pioniere digitaler Radio-Ausstrahlung via Satellit, die Kunden abonnieren können. Der Service kostet bei beiden Anbietern knapp 13 Dollar im Monat. Sirius hatte die Radiowelt im Jahr 2004 geschockt, als es den umstrittenen Moderator Howard Stern mit einem mit 100 Millionen Dollar dotierten Fünfjahresvertrag an sich band. Daneben bietet Sirius rund 130 Spartenkanäle mit unter anderem NFL-Übertragungen. XM hat 160 Kanäle und unter anderem die Talk-Queen Oprah Winfrey unter Vertrag. Es hat nach eigenen Angaben 7,6 Millionen Abonnenten; Sirius vermeldet deren sechs Millionen. (tc)