Nach Novauris-Kauf

Siri funktioniert möglicherweise bald offline

07.04.2014
Mit Siri hat Apple vor drei Jahren einen durchaus kompetenten Sprachassistenten herausgebracht. Mit dem Kauf von Novauris Technologies könnte der Dienst in naher Zukunft noch mächtiger werden – und vielleicht sogar ohne Internetzwang auskommen.
Aktuell benötigt Siri noch Online-Verbindung zum Server.
Aktuell benötigt Siri noch Online-Verbindung zum Server.
Foto: Ralph Benz via Facebook

Tatsächlich geht der Kauf des britischen Unternehmens Novauris Technologies durch Apple bereits auf das vergangene Jahr zurück, allerdings ist er erst jetzt durch einen Bericht von TechCrunch bekannt geworden. Nauvoris ist bereits im Jahr 2002 aus einigen Mitgliedern der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Dragon Systems hervorgegangen - ein im Bereich Spracherkennungs- und Diktiersoftware also durchaus namhaftes Unternehmen. Die Spitzenpositionen werden derzeit von Yoon Kim, Melvyn Hunt und John Bridle belegt, die auch bereits zusammen mit SRI an Apples Sprachassistenzdienst Siri arbeiteten.

Ein Kompetenzbereich von Novauris liegt in der lokalen Berechnung und Verarbeitung von Sprachbefehlen, weshalb der Schluss durchaus nahe liegt, dass Apple Siri künftig auch ohne Internetzwang agieren lassen könnte. Das würde sich vor allem für die mit iOS 7.1 eingeführte Carplay-Funktion anbieten, mit der durch Spracheingaben im Auto direkt auf das gekoppelte iPhone oder iPad zugegriffen werden kann. Vor allem in Gebieten mit wenigen Sendemasten würde Siri so zu einem noch besseren und mächtigeren Sprachassistenten werden.

Auch das auf Spracherkennung spezialisierte Unternehmen Nuance zählt zu den Inhaltslieferanten von Siri. Zwar sind mit von Nuance entwickelten Diensten auch Offline-Verarbeitungen möglich, allerdings werden diese nicht von Apple selbst entwickelt. Mit dem Kauf von Novauris könnten nun weitere Anpassungen an Siri ermöglicht werden.

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