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Sinner Schrader belasten niedrige Nachfrage und Preisdruck

15.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Internet-Dienstleister Sinner Schrader AG rutschte im Ende Mai abgelaufenen dritten Geschäftsquartal mit einem Verlust von 400.000 Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) tiefer als erwartet (Computerwoche online berichtete) ins Minus. Zwar erwirtschaftete das Hamburger Unternehmen im aktuellen Berichtszeitraum wie angekündigt 3,1 Millionen Euro Umsatz. Das operative Ergebnis sei jedoch von den deutlich gesunkene Projektmargen in einem Umfang belastet worden, der Anfang Juni noch nicht erkennbar war, so Sinner Schrader. Die Norddeutschen konnten sich allerdings gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal verbessern: Damals hatte die Internet-Agentur bei 2,9 Millionen Euro Umsatz einen EBITA-Verlust von 1,1 Millionen Euro ausgewiesen. Das Nettodefizit schrumpfte von 1,3 Millionen auf 200.000

Euro oder zwei (elf) Cent pro Aktie.

Für die ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres liegt der Umsatz nun bei 9,7 Millionen Euro, das entspricht einem Rückgang um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der EBITA-Verlust konnte von 3,1 Millionen auf 700.000 Euro reduziert werden, das Nettodefizit sank von 16,6 Millionen auf 200.000 Euro.

Aufgrund des schwachen Auftragseingangs im dritten Quartal erwartet Sinner Schrader für den laufenden Dreimonatszeitraum eine weitere Verschlechterung der Umsatz- und Ergebnissituation. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen daher nur noch mit Einnahmen von höchstens 12,5 Millionen Euro. Der EBITA-Verlust soll zwischen 1,5 Millionen und zwei Millionen Euro liegen. (mb)