Kleine Helfer

Singly - Social Media leicht in eigene Apps integrieren

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Mit dem Cloud-Service “Singly” können Software-Entwickler Twitter, Facebook und weitere populäre Social Media- und Web-Dienste leicht in ihre eigenen mobilen oder Web-Apps integrieren – und dies über eine einheitliche Programmierschnittstelle.
Singly bringt über 30 Online-Dienste unter einen Hut.
Singly bringt über 30 Online-Dienste unter einen Hut.
Foto: Diego Wyllie / Singly

In einigen Anwendungsszenarien, etwa bei News-Apps oder Empfehlungsportalen, ist die Integration von Sozialen Netzwerken ein absolutes Muss. In anderen Fällen, wo es nicht zwingend erforderlich ist, Twitter, Facebook und Co. in die eigene Software einzubinden, können Social Sharing-Funktionen das Marketing unterstützen, das eigene Produkt durch digitale Mund-zu-Mund Propaganda bekannter zu machen. Um die Erfolgschancen dabei zu erhöhen, wird man so viele Services wie möglich einbinden wollen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn jeder Dienst hat eine eigene API, in die man sich zunächst einarbeiten muss – so einfach diese laut Anbieter auch sein mag.

Über 30 Online-Dienste, ein SDK

Abhilfe verspricht dabei Singly. Der von dem gleichnamigen Startup aus San Francisco angebotenen Service bietet ein einheitliches SDK (Software Development Kit), das über 30 populäre Online-Dienste unterstützt – von Twitter, Facebook, LinkedIn und Google Plus, über Paypal, Gmail und Youtube, bis zu weniger bekannten Nischenprodukten wie die Fitness-Apps Fitbit und Runkeeper. Für die wichtigsten mobilen und Web-Plattformen – darunter Android und iOS beziehungsweise Java, PHP, Python und Ruby – hat der Anbieter entsprechende Client-Bibliotheken und -Tools parat, die Entwicklern die Arbeit mit dem Framework erleichtern sollen.

Eins der wichtigsten Features von der Singly-API stellt das so genannte “Social Login” dar. Anstatt dem User um E-Mail-Adresse und Passwort zu bieten, kann dieser einen bereits vorhandenen Account bei LinkedIn, Twitter, etc. für die Registrierung verwenden. Praktisch dabei: Jeder registrierte User erhält eine Service-übergreifende Identifikationsnummer und ein Profil, bei dem Daten wie Name, E-Mail oder Location normalisiert werden, die bei vielen Diensten vorkommen, aber nicht immer gleich heißen. Dies vereinfacht zudem das Sharing. Über einen einzigen Funktionsaufruf ist es nämlich möglich, auf beliebig vielen Kanälen gleichzeitig zu posten.

Ab 19 Dollar im Monat

Um den Dienst testen zu können, bietet der Hersteller einen kostenlosen Plan an, der bis zu 100 Nutzer unterstützt. Wer eine größere Nutzerbasis mit bis zu 1000 Anwendern hat, muss für Singly 19 Dollar pro Monat zahlen. Weitere Tarife für größere Projekte sind ebenfalls erhältlich.

CW-Fazit

Singly bietet einen besonders einfachen Weg, populäre Online-Dienste in eigene Apps zu integrieren. An der übersichtlichen und ausführlichen Dokumentation, sowie an den vielen speziellen Code-Bibliotheken und -Werkzeugen für die verschiedensten Plattformen sieht man, dass der Anbieter weiß, worauf Entwickler achten. (sh)