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Siemens verschärft elektronische Beschaffung

21.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wer künftig als Zulieferer mit dem Siemens-Konzern Geschäfte machen will, der muss beim Online-Marktplatz "Click2Procure" zunächst einmal eine verbindliche Selbstauskunft hinterlegen. Diese umfasst nach Angaben der Münchner auch Grundanforderungen im Umgang mit Mitarbeitern, Umwelt und Gesellschaft, die eine ordnungsgemäße Führung der Geschäfte und Verantwortung im Wettbewerb sicher stellen sollen. Die Basisregistrierung ist für interessierte Unternehmen kostenlos. Im Gegenzug erhalten die potenziellen Lieferanten Einblicke in die internen Procurement-Strukturen, Bewertungen ihres Unternehmens und geschäftsrelevante Informationen.

Wer allerdings den vollen Funktionsumfang von Click2Procure nutzen und beispielsweise an elektronischen Auktionen teilnehmen oder elektronische Produktkataloge hinterlegen möchte, der muss dafür eine Jahresgebühr in Höhe von 3000 Euro zahlen. Nach Angaben von Siemens nutzen bis dato mehr als 1000 Hauptlieferanten den elektronischen Marktplatz. Für 2003 peilt das Unternehmen an, mehr als 10.000 strategische Geschäftspartner an Click2Procure anzuschließen (bei der Zwangsregistrierung dürften dabei allerdings jede Menge "digitale Karteileichen" herauskommen). Siemens wickelt nach eigenen Angaben aktuell bereits ein knappes Viertel seines gesamten Beschaffungsvolumens von rund 38 Milliarden Euro elektronisch ab. (tc)