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Siemens Mobilfunksparte setzt auf Zuwachs in Lateinamerika

21.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Siemens AG will bis 2005 ihren Anteil im weltweiten Handy-Geschäft von rund acht auf 15 Prozent erhöhen. Aufgrund des starken Wettbewerbs und der hohen Sättigungsrate in den Schlüsselmärkten setzt der Münchner Elektronikkonzern insbesondere auf den Mobilfunkmarkt in Brasilien und Lateinamerika. Rudi Lambrecht, Chef der Mobilfunksparte ICM, erklärte bei der Eröffnung eines neuen Werkes in Manaus, Brasilien, der Konzern strebe einen Platz unter den ersten drei Anbietern von GSM-Handys in der Region an. Bis 2004 soll der Marktanteil in Lateinamerika auf über 25 Prozent ausgebaut werden.

Brasilien und andere lateinamerikanische Länder befinden sich derzeit auf dem Weg zum Wechsel vom TDMA- auf den GSM-Standard. Schätzungen zufolge soll der Anteil an GSM bereits 2006 ein Drittel des gesamten lateinamerikanischen Mobilfunkmarktes ausmachen. Siemens berichtete, Brasilien sei mit 24 Millionen Handynutzern bereits vor mehr als einem Jahr der neuntgrößte Mobilfunkmarkt weltweit gewesen. Prognosen zufolge soll das Land in den nächsten drei bis vier Jahren auf Platz vier aufrücken. Mit seinem Werk in Manaus will sich der Münchner Konzern ein großes Stück vom Kuchen sichern: Die Produktionskapazität der neuen Fertigungsstätte beträgt laut Siemens ein bis zehn Millionen GSM-Geräte jährlich.

Lamprecht hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass der Mobilfunkbereich vorwiegend auf organischer profitabler Basis wachsen wolle. Daneben strebe man aber auch eine begrenzte Zusammenarbeit mit Partnern an (Computerwoche online berichtete). (mb)