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Siemens lagert Forschung und Entwicklung aus

22.03.2006
Tieto Enator und Siemens stehen kurz davor, einen der größten deutschen BPO-Deals zu unterzeichnen. Für rund 100 Millionen Euro lagert Siemens Teile der Forschungs- und Entwicklungsabteilung aus.

Der größte skandinavische IT-Dienstleister Tieto Enator übernimmt für die kommenden fünf Jahre die Hardware- und Softwareentwicklung für Siemens im Bereich mobile Infrastrukturen und Festnetze. Rund 270 Mitarbeiter, die sich bislang mit der Weiterentwicklung des TDM-Switching und der Migration zu Next-Generation Networks

innerhalb von Siemens Communications R&D beschäftigt haben, wechseln voraussichtlich zum 1. Juli 2006 in die Abteilung Telecom and Media von Tieto Enator. Ein entsprechender Vertrag ist noch nicht unterschrieben, soll aber im kommenden Mai unter Dach und Fach gebracht werden.

Tieto Enator beschäftigt insgesamt rund 3000 Mitarbeiter allein in der Forschung und Entwicklung für TK-Netze, im Geschäftssegment Telecom und Media arbeiten rund 5000 Mitarbeiter. Vor Siemens haben bereits Nokia, Ericsson und Alcatel ihre Entwicklungsaktivitäten dem skandinavischen IT-Dienstleister übertragen, der sich damit als europäischer Marktführer für R&D-Dienstleistungen in der Telekommunikationsindustrie sieht. (jha)