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Siemens investiert weiter in Indien und China

14.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Münchner Siemens AG will aufgrund eines hohen Wachstums und guten Gewinnen in Indien in den kommenden drei bis vier Jahren 500 Millionen Dollar investieren, wie der Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer dem Handelsblatt in einem Interview erklärte. Mit den Investitionen sollen bestehende Fabriken erweitert und drei neue Fertigungsanlagen gebaut werden. Auch seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten möchte der Konzern in Indien ausbauen; von Pierer plant, rund tausend zusätzliche Softwareingenieure einzustellen; damit steigt die Zahl von 3000 auf 4000 Ingenieure, die überwiegend im Telekommunikationszweig arbeiten (Computerwoche online berichtete).

Aber auch in der Medizintechnik und Autoelektronik sollen die Ingenieure arbeiten. Neben den niedrigeren Lohnkosten bietet das starke Wachstum des indischen Binnenmarktes attraktive Anreize für Siemens. Allein im letzten Jahr setzte der Konzern mit seinen 10.000 indischen Mitarbeitern rund eine Milliarde Euro um; mit einer Nettomarge von 13 Prozent arbeitet der Konzern dort profitabel und finanziert die Investitionen zum Großteil aus den einbehaltenen Gewinnen. Für dieses Jahr sind für Indien Wachstumsraten von rund sieben Prozent prognostiziert; von Pierer verspricht sich vom Ausbau der Infrastruktur, Stromerzeugung, dem Bau von Eisenbahnen, Flughäfen und dem Nahverkehr sowie der Medizintechnik weiteres Wachstum. Auch in China will Siemens im kommenden Jahrrund 500 Millionen Dollar investieren. (iw)